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08.09.1989

VANS: Jede Menge Chancen und Risiken

Zunächst einmal schafft die Liberalisierung Unsicherheit: Wer ist eigentlich künftig mein Ansprechpartner? So fragen sich die bisherigen Postkunden. Doch wird es in der Regel zunächst einmal bei der alten Geschäftsbeziehung bleiben; sowohl die Personen wie auch die Dienstleistungen und auch die Preise - früher Gebühren - werden sich nicht schlagartig verändern. Die Großkunden der guten alten Bundespost, die es jetzt mit der Deutschen Bundespost Telekom zu tun haben, haben Zeit, sich auf das neue Unternehmen unter dem Zeichen des Posthorns einzustellen und, aber das ist nun wirklich neu, eine ganze Reihe von Konkurrenzangeboten einzuholen. Betrachtet man die mehr oder weniger neuen Anbieter von Mehrwertnetzen und -diensten (VANS = Value Added Networks and Services), so kommen einem die Unternehmen so neu nun auch wieder nicht vor, außer der Meganet und der Vascom, die es indes auch schon seit fast zwei Jahren gibt. Typischerweise ist ein VANS-Anbieter ein Tochterunternehmen irgendeines Großunternehmens: EDS stammt von General Motors ab; GE (Geisco) geht auf General Electric zurück; IBM auf IBM; die Meganet allein hat mehrere Großunternehmen zu Paten; Vascom hinwiederum ist eine 1OOprozentige Siemenstochter. VANS-Töchter, soviel scheint sicher, dürfen nicht von "schlechten Eltern" sein, wollen sie der Deutschen Bundespost Telekom Alt- und Neukunden abspenstig machen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Zum einen kann ein VANS-Anbieter meist das Gründerunternehmen um Kundschaft "anhauen", um auf einer gesicherten Grundlast aufbauen zu können, zum anderen besteht ein beachtliches Beratungs- und Anwendungsdefizit für die immer wichtiger werdende unternehmensweite Kommunikation, welches die bisherigen Postberater alleine gar nicht befriedigen könnten. Chancen also für alle Kommunikatoren, auf der Anbieter- wie auf der Anwenderseite, aber natürlich auch jede Menge Risiken.(Die Tabelle erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)