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07.04.2000 - 

Kurzfristige Entsendungen nehmen in Unternehmen zu

Variable Konzepte locken Mitarbeiter ins Ausland

FRANKFURT/M. (CW) - Kurzzeitige Auslandsentsendungen gewinnen in deutschen Unternehmen an Beliebtheit. Um qualifizierten Kandidaten einen Anreiz für das Engagement im Ausland zu geben, rät das Beratungsunternehmen Pricewaterhouse-Coopers den Unternehmen zu mehr Flexibilität in der Organisation und Vergütung.

Die Umfrageergebnisse spiegeln gemäß der Pricewaterhouse-Studie "International Assignments - European Policy and Practices" die gesamteuropäischen Tendenzen wider. So sind hierzulande befristete Auslandsentsendungen seit 1997 um 71 Prozent gestiegen. Insgesamt 82 Prozent der Firmen setzen Mitarbeiter international ein. Nahezu ein Drittel von 65000 befragten Mitarbeitern europäischer Unternehmen bleibt in Europa tätig. 17500 Beschäftigte decken für ihre Arbeitgeber den nord- und südamerikanischen Markt ab. Die Ausdehnung der Geschäftstätigkeit im asiatischen Raum scheint für die 270 befragten europäischen Unternehmen bislang weniger attraktiv zu sein.

Die Bedürfnisse von (Ehe-) Partnern und Kindern haben bei einem Drittel der Unternehmen immer noch nachrangige Priorität, wenn es um die Entsendung geeigneter Mitarbeiter geht. Sowohl in über 80 Prozent der deutschen Firmen, als auch auf dem gesamteuropäischen Markt sind häusliche und familiäre Gründe laut Pricewaterhouse-Coopers die häufigsten Ursachen für das Scheitern von Auslandseinsätzen. So führen nicht selten die Trennung von der Familie, die Karriereplanung des Partners oder die Unzufriedenheit mit den Gegebenheiten vor Ort zum vorzeitigen Abbruch der Auslandstätigkeit. Daher sind berufliche und private Förderprogramme speziell für Angehörige immerhin für 40 Prozent der untersuchten Unternehmen zum festen Bestandteil ihrer Personalpolitik geworden.

Eine wesentliche Rolle bei der Personalentsendung spielen die Kosten. So verursacht ein im Ausland tätiger Mitarbeiter zunächst zwei- bis dreimal so hohe Kosten wie ein Kollege im Heimatland. Neben der zunehmenden Etablierung kurzzeitiger Entsendemodelle gewinnen daher auch flexible Vergütungssysteme mit variablen Gehaltskomponenten an Bedeutung. Finanzielle Zuschüsse werden mit jedem Mitarbeiter individuell ausgehandelt. Dies soll eine verursachungsgerechte Verteilung vorhandener Mittel ermöglichen. Bislang verfolgen zwar nur sieben Prozent der Unternehmen solche Programme, doch weitere 20 Prozent planen die Einführung flexibler finanzieller Optionen. Für über die Hälfte der flexibel vergütenden Firmen sind die drei wichtigsten Kostenblöcke Umzug, Unterkunft und Ausbildung der Kinder.

Eine weitere Möglichkeit der Kostenreduktion liegt im Outsourcing von mit Auslandsentsendungen befassten Geschäftsbereichen. So lagern bereits 92 Prozent der Unternehmen die Abwicklung steuerlicher Belange aus. 42 Prozent geben die Beantragung und Verwaltung der Arbeitserlaubnis an externe Dienstleister außer Haus. Auch ein Großteil weiterer verwaltungstechnischer Abläufe wird kostensparend durch unternehmensfremden Service abgedeckt.

"Unternehmen müssen bei Auslandseinsätzen flexible Strukturen etablieren", rät Mari Simpson, Herausgeberin der Studie. Nur so könnten ideale Kandidaten international eingesetzt werden. "Vielfalt ist hier der Schlüssel zum Erfolg."