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19.09.1986 - 

Mit MS-DOS und Ethernet "das Beste aus zwei Welten"

VAXmate: DEC macht Front gegen Standalone-PC

CANNES (de) - Einen wichtigen Schritt auf dem Wege zu vernetzten (DEC)-Informationssystemen soll "VAXmate" darstellen, ein AT-kompatibler und LAN-fähiger Arbeitsplatzrechner, den Digital Equipment auf dem Ausstellungskongreß "DEC-Ville '86" in Cannes ankündigte. DEC-Marketier Thomas Hänssgen: "Der PC muß sich dem Netzwerk unterordnen."

Der "Terminal-PC" (integriertes Ethernet-lnterface!) wurde für den Einsatz in heterogenen DV-Umgebungen konzipiert: MS-DOS-Unterstützung ist ebenso möglich wie der Anschluß an die VAX-Welt des Minicomputer-Marktführers. Dadurch werde, so Hänssgen, die Einschränkung vieler "Industriestandard-PCs" aufgehoben (siehe auch Kolumne, Seite 9): "Es ist unerläßlich, PC-Systeme in die Gesamt-EDV des Unternehmens einzubinden."

Der "MS-DOS-Partner der VAX" (DEC-Werbung) ist eine Workstation auf der Basis des Intel-80286-Prozessors, den auch die IBM in ihrem neuen PC-Modell XT 286 verwendet.

Mit dem Softwareprodukt "VAX/ VMS-Dienste für MS-DOS" steht VAX-mate-Anwendern ein MS-DOS-Systemserver zur Verfügung, mit dem via Ethernet auf Dateien zugegriffen werden kann, die unter MS-DOS oder dem DEC-eigenen Betriebssystem VMS auf einer VAX gespeichert sind. In diesem Falle braucht der VAXmate-PC keine eigene Platte-Daten und Programme werden auf dem VAX-Systemserver abgelegt.

Für DEC-Kenner kommt das VAXmate-Announcement, insbesondere die damit verbundene Absage an den

WAXmate: DEC macht Front . . .

Stand-alone-PC, nicht überraschend. Mit der Einführung des "Rainbow", der auf den PC-Markt abzielte, hatte Digital bekanntlich wenig Fortüne.

Nunmehr wollen sich die DEC-Experten auf die Frage konzentrieren, wie verteilte Arbeitsplatzrechner in die VAX-Welt integriert werden können, ohne daß die Anwender auf das Software-Angebot der MS-DOS-Welt verzichten müssen. Das Marketingziel ist abgesteckt: DEC-Kunden, die mit "fremden" PCs liebäugeln, sollen bei der (VAX-)Stange gehalten werden.

Damit reduziert sich die VAXmate-Innovation nach Ansicht von Branchen-Auguren auf MS-DOS-Verfügbarkeit. Mit anderen Worten: Wo Vernetzung (sprich: Kommunikation) auf PC-Ebene nicht erforderlich ist, muß das VAXmate-Konzept, trotz Ethernet, ins Leere stoßen.

DEC-Insider machen denn auch keinen Hehl daraus, daß die intelligente Datenstation eher defensiv vermarktet werden soll, um vom großen MS-DOS-Kuchen etwas abzukriegen - eine vage Rechnung, so Marktbeobachter, die angesichts der jüngsten Compaq-Aktivitäten (386-Mikro!) kaum aufgehen dürfte.