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27.07.1990

VAXweiches Argument für RISC?

DEC-Chef Olsen hoffte anläßlich der Vorstellung der VAX 4 000, einen Marktplatz für seine Rechner gefunden zu haben: Man will den Trend zur verteilten DV, zum dezentralisierten Informations-Management, unterstützen. Ob allerdings das Client-Server-Konzept mehr als nur eine Mode ist, die momentan die DV-Szene prägt, wird sich zeigen.

DEC muß sich gleichwohl Gedanken machen um die Zukunft seines proprietären Betriebssystems VMS. Geliebt vom Anwender wegen seiner Leistungsfähigkeit, schien es untrennbar gekoppelt mit der VAX-Architektur. Das soll nun andres werden: Terry Shannon, DEC-Spezialist bei IDC, kolportierte einen Olsen-Spruch, demzufolge das magische Wort "RISC-VAX" gefallen sein soll. Und schon ist die Discussionslawine losgetreten.

VMS unter RISC? Der Plan für eine kombinierte RISC/CISC-Hardware liegt schon in den Schubladen der Digital-Entwickler. Gegen die VAX spricht der hohe Preis. Ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis ließe sich mit RISC sicher eher erzielen.

Dagegen sprechen die Umsetzungsschwierigkeiten: Ein sehr ausgefeiltes Betriebssystem auf eine sehr spezifische Hardware umzusetzen, erscheint problematisch. Clustering- und Fehlertoleranz-Optionen ( wie bei der VAX-Architektur gegeben ( müßten auch in der neuen Umgebung verwirklicht sein. Außerdem ist VMS großenteils in Bliss geschrieben, läuft deshalb nur auf der VAX-Hardware beziehungsweise müßte in C umgeschrieben werden. Tatsächlich arbeiten DEC-Entwickler in Mailand bereits an einem Bliss-to-C Cross-Compiler.

Sollte Digital dieser Transfer allerdings gelingen, stünde ihnen nicht nur die RISC-, sondern auch die Intel-Welt offen. Und da findet Olsen eine Menge Anwender. jm