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24.02.2014 - 

Converged Infrastructure

VCE, HP, Hitachi und Cisco dominieren den CI-Markt

Bernd Reder ist freier Journalist mit den Schwerpunkten Netzwerke, IT und Telekommunikation in München.
Eine Handvoll etablierter Anbieter dominiert derzeit den Markt für Converged-Infrastructure-Produkte. Dazu zählen VCE, HP, Hitachi und Cisco/NetApp. Newcomer wie Simplivity und Nutanix mischen den Markt mit speziellen Appliances vor allem in Bereichen wie Cloud Computing und Desktop-Virtualisierung auf.

IDC erwartet, dass 2016 rund 17,8 Milliarden Dollar mit "Integrierten Systemen" (Converged Infrastructure) erzielt werden. Solche Kombinationen von Servern, Speichersystemen und Netzwerkkomponenten sowie Virtualisierungs- und Managementsoftware sind gewissermaßen ein "Rechenzentrum im Westentaschenformat".

Im Geschäft mit Converged Infrastructure (CI) herrscht derzeit eine klare Hackordnung. Die Marktforschungsfirma Gartner sieht mit mehr als 50 Prozent des weltweiten Umsatzes VCE vorne, gefolgt von Hewlett-Packard (HP) mit rund 25 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgenden Anbieter wie Hitachi Data Systems, Cisco, die Kombination Cisco/NetApp mit einer Referenzarchitektur, IBM, Dell, Oracle und Fujitsu. Diese Unternehmen kombinieren Server, Netzwerk- und Storage-Systeme aus eigener Produktion oder von Partnern zu Converged- Infrastructure-Angeboten. Das gilt auch für Oracle, das auf die Server- und Speichersysteme von Sun Microsystems zurückgreifen kann. 2009 hatte Oracle den Hardwarehersteller übernommen.

Doch darüber, was unter "Converged Infrastructure" zu verstehen ist, gehen die Meinungen auseinander. Die Beratungsgesellschaft Gartner beispielsweise teilt das Produktangebot in drei Kategorien ein: klassische Converged-Infrastructure-Systeme sowie integrierte Anwendungssysteme, die inklusive Applikationen ausgeliefert werden. Hinzu kommen Referenzsysteme, die dem Anwender mehr Spielraum bei der Wahl der Komponenten lassen.

Unabhängig davon, welcher Kategorie solche Systeme im Einzelfall zuzurechnen sind, zeichnet sich derzeit ab, dass die Nachfrage nach Converged-Infrastructure-Produkten in den kommenden Jahren deutlich steigen wird. Das ist der Grund, weshalb sich immer mehr Anbieter in diese Marksegment tummeln. Eine Folge ist, dass es selbst zwischen Partnern zu Rivalitäten kommt, etwa zwischen Cisco, EMC und VMware, die 2009 mit VCE einen der führenden Anbieter von CI-Systemen aus der Taufe gehoben haben (siehe Interview mit Trey Layton, CTO von VCE: Rivalitäten zwischen Cisco und VMware tangieren uns nicht).

Converged Infrastructure: Unterschiedliche Ansätze

Marktforscher wie IDC, Gartner oder Technology Business Research kommen zu höchst unterschiedlichen Aussagen, was das Umsatzvolumen und die führenden Anbieter im Bereich Converged-Infrastructure-Produkte betrifft. Dies ist darauf zurückzuführen, dass es keine verbindliche Definition von "Converged Infrastructure" (CI) gibt. Gartner unterscheidet drei Hauptkategorien:

Integrated Application Systems beziehungsweise Integrated Workload Systems: Dies sind vorkonfigurierte Kombinationen von Hardware (Servern, Netzwerksystemen, Storage-Geräten), die zusammen mit Anwendungen ausgeliefert werden. Dies kann beispielsweise eine Datenbank-Software sein. Zu den größten Anbietern solcher Lösungen zählt Oracle.

Integrierte Infrastruktur-Systeme: Server, Netzwerkkomponenten und gemeinsam genutzte Speicherressourcen (Shared Storage) werden in einem System zusammengefasst und zentral verwaltet. Zu dieser Kategorie zählen die Produkte von VCE (Vblock), IBM (PureFlex) und HP (CloudSystem).

Integrierte Referenzarchitekturen: Der Anbieter empfiehlt den Einsatz von bestimmen Komponenten, etwa speziellen Switches und Speichergeräten. Der Anwender kann jedoch unter diesen Komponenten die für ihn am besten geeigneten auswählen, wie bei einem Baukasten. Ein solches Referenzsystem haben beispielsweise Cisco und NetApp mit FlexPod entwickelt.