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17.03.2000 - 

Mit den IT-Anwendungen können viele nichts anfangen

VDE beklagt zu geringe Akzeptanz der IuK-Techniken

17.03.2000
FRANKFURT/M. (CW) - Eine knappe Mehrheit der deutschen Bevölkerung begrüßt die Entwicklung zur Informationsgesellschaft. Der Verband Deutscher Elektroniker (VDE) kommt in einer repräsentativen Studie jedoch zu dem Schluss, dass das Wissen um IT- Anwendungsmöglichkeiten zu wünschen übrig lässt.

51 Prozent der Deutschen sehen der Studie zufolge den Wandel zur Informationsgesellschaft eher positiv, 34 Prozent antworten mit "teils-teils". Zehn Prozent kommen zu einer negativen Einschätzung, und fünf Prozent machen zum Thema keine Angaben. Die VDE-Analyse belegt, dass die Meinung zur Informationstechnik und Telekommunikation sehr variiert und stark vom Bildungsniveau, Alter sowie vom Geschlecht abhängt. So sind 58 Prozent der männlichen Befragten pro Informationstechnik eingestellt, aber nur 44 Prozent der Frauen.

Mit Blick auf das Alter gibt es ein weit stärkeres Gefälle: In der Gruppe der bis zu 34-Jährigen ist die positive Einschätzung mit 66 Prozent dominierend. Sie nimmt bei den 35- bis 54-Jährigen um sieben Prozent auf 59 Prozent ab. Bei den über 55-Jährigen sind nur noch 31 Prozent für die IT.

Nur 38 der Befragten mit Hauptschulabschluss sind für die Informationsgesellschaft, dagegen vertreten immerhin 73 Prozent der Deutschen mit Hochschulausbildung diese Meinung. Ostdeutsche sehen die Enwicklung mit 54 Prozent positiver als die Westdeutschen (51 Prozent). Zwar ist die Anzahl der Befürworter seit der VDE-Studie von 1998 um sechs Prozent gestiegen.

Die umfassende und schnelle Beschaffung von Information über Datennetze steht für 35 Prozent der Befragten ganz oben auf der Liste von Nennungen, die sie an der IT besonders interessieren. In der interaktiven Aus- und Weiterbildung via PC sehen 29 Prozent Vorteile. Es folgen Computer-Shopping und Home-Banking (25 Prozent), Telearbeit (22 Prozent) sowie Telemedizin und Verkehrstechnik (jeweils 21 Prozent). Die Vernetzung von Computer, Fernsehen und Telekommunikation sehen 18 Prozent als Vorteil.

Allerdings können 33 Prozent der Befragten mit den Anwendungen der Informationstechnik nichts anfangen oder machten keine Angaben - 1998 zählten zu dieser Gruppe lediglich 21 Prozent. Dieser Zuwachs von zwölf Prozent bedeutet, dass sich immer weniger Deutsche konkret unter IT-Anwendungen etwas vorstellen können. Der VDE-Vorsitzende Rolf Windmöller fordert daher: "Politik, Industrie und Verbände müssen sehr viel deutlicher auf die Chancen der Informationstechnik hinweisen. Nur so lässt sich die Akzeptanz dieser Schlüsseltechnologie verbessern."