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22.02.1985 - 

22 Prozent Wachstum in den ersten neun Monaten 1984

VDMA: Datentechnik prägte Expansion

FRANKFURT (CW) - Ihre Expansion konnte die büro- und informationstechnische Industrie in den ersten drei Quartalen 1984 fortsetzen. Die Datentechnik prägte dabei entscheidend das Wachstum.

Nach Angaben der Fachgemeinschaft Büro- und Informationstechnik im VDMA, Frankfurt, stieg die Produktion gegenüber der gleichen Vorjahreszeit um knapp 22 Prozent auf 10,5 Milliarden Mark (einschließlich Kopier-, Diktier- und Mikrofilmgeräte). Dabei war die Nachfrage aus dem In- und Ausland gleichermaßen beteiligt. So konnten die Exporte um 18,6 Prozent auf 7,8 Milliarden Mark gesteigert werden. Die Inlandsmarktversorgung, Indiz für die Binnennachfrage, kletterte sogar um 27,1 Prozent auf über 11,8 Milliarden Mark.- Importiert wurde gleichzeitig für knapp 9,2 Milliarden Mark, das waren 25,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die Auslandskonjunktur wurde nach Einschätzung der Fachgemeinschaft durch den hohen Dollarkurs begünstigt. Über 80 Prozent der deutschen Exporte von Büro- und Informationstechnik gingen in den europäischen Raum. Wichtigste Handelspartner waren Frankreich (17,7 Prozent), Großbritannien (15,6), USA (10) und Italien (8,8). Bei den Gesamteinfuhren in die Bundesrepublik lagen die USA mit 33,3 Prozent Anteil an der Spitze, es folgten Großbritannien (12,9), Japan (12,2), Frankreich (9,4) und Italien (5,5).

Die Datentechnik kam bei 26 Prozent Anstieg auf einen Produktionswert von knapp 9,2 Milliarden Mark. Die Inlandsmarktversorgung erhöhte sich sogar um über 30 Prozent (Hardware-Bereich). Der Software-Gesamtmarkt wird nach VDMA-Schätzung 1984 über zehn Milliarden Mark erreichen, einschließlich selbsterstellter Programme.

Die traditionelle Bürotechnik unterliegt dagegen nach wie vor einem starken Anpassungsdruck, bedingt durch die Technik-Entwicklung in Richtung computergesteuerter Text-und Datenverarbeitung sowie durch zunehmenden Wettbewerbs- und Preisdruck aus Fernost. Die Büromaschinen-Produktion konnte das Vorjahresergebnis mit 1,3 Milliarden Mark nur knapp behaupten.

Während die Zahl der Beschäftigten im Bereich traditioneller Büromaschinen um 1360 zurückging, erhöhte sie sich im DV-Bereich um über 6200 Mitarbeiter (Stand September 1984). Die gesamte Branche beschäftigte über 83 000 Mitarbeiter und damit 6,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nicht enthalten sind in diesen Zahlen die Beschäftigten der Bereiche Software-Erstellung und Service-Leistungen.