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17.04.1987

VDMA ermittelt Jahresergebnis der deutschen Computerindustrie:Software-Boom bewahrt DV-Zunft vor Stillstand

FRANKFURT (CW) - Nur knapp unter der 50-Milliarden-Mark-Grenze blieb 1986 die bundesdeutsche Produktion im Bereich Büro-, Informations- und Kommunikationstechnik. Vor allem im Software-Sektor konnte das Marktvolumen beträchtlich gesteigert werden. Dies ermittelte jetzt die Fachgemeinschaft Büro- und Informationstechnik im VDMA, Frankfurt.

Insgesamt erreichte das Produktionsvolumen bei Hardware und Software im vergangenen Jahr 49,3 Milliarden Mark (siehe Grafik). Dieses Ergebnis, so führte Horst Nasko, Vorsitzender der Fachgemeinschaft Büro- und Informationstechnik im VDMA, in Frankfurt aus, sei jedoch erstmals durch unterschiedliche Entwicklungslinien für Hard- und Software gekennzeichnet gewesen.

So konnte die Hardware-Produktion von Büromaschinen und Datenverarbeitungsanlagen mit einem Plus von einem Prozent auf 18,9 Milliarden Mark 1986 laut Nasko nicht an die Zuwachsraten der Vorjahre anknüpfen. Gar Wachstumsrückgang mußte die Kommunikationstechnik hinnehmen. Das Produktionsvolumen fiel in diesem Bereich um 4,7 Prozent auf 14,5 Milliarden Mark.

Der Software-Bereich hingegen konnte weiter zulegen. Das Marktvolumen stieg um 21 Prozent auf 15,8 Milliarden Mark. Bei dieser Entwicklung, analysierte Nasko, sei der Zeitpunkt nicht mehr fern, daß die Software mit der Hardware wertmäßig gleichziehe.

Auch das Auslandsgeschäft ist nach Auffassung des Vorsitzenden der Fachgemeinschaft zufriedenstellend verlaufen. Die Exporte von Büromaschinen und Datentechnik sei um knapp zwei Prozent auf 14,5 Milliarden gestiegen, obwohl die Branche in den Auslandsmärkten vor allem in der zweiten Jahreshälfte den raschen Verfall des Dollars deutlich gespürt habe. Die Währungsentwicklung zeigte auch Auswirkung auf das Importvolumen, das um 3,3 Prozent auf 15,9 Milliarden Mark absackte.

Die Beschäftigungszahlen für den Bereich Büro- und Informationstechnik wiesen 1986 ebenfalls Steigerungsraten auf. Mit einem Zuwachs von 8,7 Prozent stieg die Zahl der Arbeitnehmerschaft auf 94 058 Personen an. Unter Einbeziehung der Kommunikationstechnik sowie der Bereiche Software- und Serviceleistungen beschäftigt die Branche laut Nasko derzeit 300 000 Arbeitnehmer.

Für die weitere Entwicklung der Büro- und Informationstechnik gibt sich Nasko optimistisch. Würden auch die Wachstumsraten der Vorjahre nicht erzielt, so sei dennoch mit einer Konsolidierung und einem Ausbau des bislang erreichten Niveaus zu rechnen. Nasko warnte allerdings davor, auf weitere Preissenkungen zu warten und dadurch etwa notwendige Modernisierungs- und Qualitätsinvestitionen hinauszuzögern.