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22.10.1982 - 

Produktion von Geräten und Systemen der Bürotechnik stagniert erstmals

VDMA: Export rettet Branchenwachstum

HAMBURG (nw) - Erstmals verzeichnen die Hersteller von büro- und informationstechnischem Gerät keinen nennenswerten Produktionszuwachs. Mit 4.74 Milliarden Mark im ersten Halbjahr 1982 lag das Wachstum um nicht einmal ein Prozent höher als im Vergleichszeitraum 1981. Einzig das Exportgeschäft liefert noch Erfreuliches: Mit 3,7 Milliarden Mark wurde hier ein Plus von fast 13 Prozent erzielt.

Als "unbefriedigend und schwach" wertet dagegen Hermann G. Holzapfel, Vorstandsvorsitzender der Fachgemeinschaft Büro- und Informationstechnik im Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau (VDMA), auf einer Pressekonferenz die Inlandsnachfrage. Deutliches Indiz dafür seien auch die in dieser Periode nur um 2,2 Prozent auf 3,8 Milliarden Mark gestiegenen Importe. Dabei stagnierten besonders die Einfuhren aus den EG-Ländern und den USA.

Zudem sei die Inlandsmarktversorgung erstmals seit Jahren rückläufig: Sie liegt laut Holzapfel um fünf Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Die Preise für Geräte und Systeme seien weitgehend stabil geblieben. Mit einem Anstieg um 2,8 Prozent lägen sie deutlich unter den Werten anderer Investitionsgüter.

Trotz dieser insgesamt wenig erfreulichen Entwicklung hält der VDMA-Vorsitzende die Grundstimmung der deutschen Unternehmen immer noch für optimistisch. Immerhin beabsichtigten 62 Prozent dieser Unternehmen, 1982 mehr als im Vorjahr zu investieren. Dabei nennen 86 Prozent Kapazitätserweiterungen als Hauptziel der Investitionstätigkeit, wobei Änderungen beziehungsweise die Ausweitung des Produktionsprogramms (72 Prozent) dominieren.

Dies zeigt Holzapfel zufolge die Bereitschaft der eigenen Industrie, Innovationen in anwenderfreundliche Systeme umzusetzen. Dennoch seien in den meisten Büros bislang nur die drei Hauptgerätetypen - Schreibmaschine, Telefon und Kopierer - vertreten. Der Pro-Kopf-Kapitalaufwand betrage zur Zeit im Bürobereich noch immer weniger als ein ZehnteI dessen, was pro Arbeitnehmer in der industriellen Produktion aufgewendet werde.

Doch die Informations- und Kommunikationstechnologie dringt laut Holzapfel, zunehmend in neue Arbeitsbereiche vor: Intelligente, multifunktionale Systeme ermöglichen die Verknüpfung der verschiedenen Techniken wie Textverarbeitung Tischcomputer, elektronische Schreibmaschine, elektronische Post oder Ablage sowie zwischen unterschiedlichen Arbeitsplätzen und Gebäuden. Verbunden mit einer zukunftsweisenden Software werden dem VDMA-Chef zufolge die neuen Techniken in allen Ebenen und Tätigkeiten der Büros Einzug halten.