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Hardwareproduktion in der Bundesrepublik rückläufig, aber:


26.02.1988 - 

VDMA-Fachgemeinschaft übt sich in Optimismus

FRANKFURT (CW) - Mit vorisichtigem Optimismus geht die Fachgemeinschaft Büro- und Informationstechnik im Industrieverband VDMA das Jahr 1988 an. Sprecher der Fachgruppe erwarten einen leichten Zuwachs des deutschen DV-Marktes auf gut 50 Milliarden Mark, obwohl die Hardwareproduktion 1987 um 1,1 Prozent hinter den Vorjahreswert zurückfiel.

Der Markt für Hard- und Software wird in diesem Jahr in der Bundesrepublik ein Volumen von mindestens 50 Milliarden Mark erreichen nach einem geschätzten Zuwachs im vergangenen Jahr um 6,9 Prozent auf 49,6 (Vorjahr 46,4) Milliarden Mark. Insgesamt hat der Wirtschaftszweig Büro- und Informationstechnik die durch Währungsturbulenzen und Börsencrash ausgelöste Bewährungsprobe gut überstanden, meinte der Vorsitzende der zuständigen Fachgemeinschaft im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA), Horst Nasko (Nixdorf Computer AG), in Frankfurt.

Die Gefahr eines weiteren Abgleitens der Branchenkonjunktur sieht er gebannt. Es bestehe kein Grund zu Pessimismus hinsichtlich der weiteren Entwicklung im Hardwarebereich. Unter Einbeziehung des ungebrochenen Anstiegs der Nachfrage nach Software und Serviceleistungen sei eine optimistische Gesamtbeurteilung realistisch. 1987 ist die deutsche Hardwareproduktion um 1,1 Prozent (alle Zahlen geschätzt) auf 31,4 (31,8) Milliarden Mark zurückgegangen, und zwar fast ausschließlich aufgrund des Rückgangs bei Büromaschinen um 12,3 Prozent auf 2 (2,3) Milliarden Mark.

Hieran partizipieren wiederum vor allem Schreibmaschinen vor dem Hintergrund des japanischen Niedrigpreiswettbewerbs. Die Verlangsamung des Exportwachstums um 2,1 (3,5) Prozent auf 19,4 (19) Milliarden Mark führte Nasko hauptsächlich auf die verschlechterte Wettbewerbslage in Nordamerika zurück. Auch bei den Importen, die um 6,4 Prozent auf 19 (17,9) Milliarden Mark stiegen, hielten sich die Wechselkursfolgen in Grenzen. Ein starkes Wachstum der Lieferungen war erneut aus Japan und den übrigen Fernostländern zu verzeichnen.

Die gesamte Inlandsmarktversorgung bezifferte Nasko für 1987 bei Hardware mit 31 (30,6) Milliarden Mark (plus 1,3 Prozent), bei Software mit 18,6 (15,8) Milliarden Mark (plus 17,7 Prozent). Die Branche beschäftigte im Berichtsjahr nahezu unverändert rund 210 000 Mitarbeiter. Die Investitionen lagen um rund acht Prozent höher als im Vorjahr; für 1988 wird ähnliche Steigerungsrate erwartet. Zur Ertragslage hieß es, sie habe sich angesichts des wenig attraktiven Standorts Bundesrepublik tendenziell mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas verschlechtert.