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13.03.1998 - 

Professionelle Nutzung jedoch nach wie vor mangelhaft

VDMA/ZVEI: IT-Infrastruktur in Deutschland ist konkurrenzfähig

In ihrer Studie "Wege in die Informationsgesellschaft - Status quo und Perspektiven Deutschlands im internationalen Vergleich" nahmen die Experten des VDMA/ZVEI die Entwicklung des vergangenen Jahres bezüglich der IT-Infrastrukturen in den größten Industrieländern einschließlich der USA und Japans unter die Lupe. Die Erhebung auf der Basis von EITO-Zahlen zeigt gegenüber 1996 einen Anstieg der weltweit installierten PCs um 13 Prozent auf 334 Millionen Einheiten. Die Zahl der Abonnenten von Internet- und Online-Diensten kletterte um 34 Prozent auf 89 Millionen. Die Internet-Direktzugänge legten um 36 Prozent auf 29,7 Millionen zu, und die Zahl der weltweiten TV-Kabelanschlüsse wuchs um acht Prozent auf 211 Millionen. Mobile Telefonanschlüsse nahmen um 45 Prozent auf 198 Millionen zu; ISDN-Anschlüsse gar um 88 Prozent auf zehn Millionen.

Spitzenposition bei ISDN konnte zementiert werden

In Deutschland legten laut Studie die traditionellen digitalen Telefonanschlüsse auf "sehr hohem Niveau" abermals um 20 Prozent auf 47,6 Millionen zu. TV-Kabelanschlüsse stiegen um fünf Prozent auf 18,5 Millionen. Die Zahl der ISDN-Anschlüsse konnte 1997 nahezu verdoppelt werden. Mit 3,6 Millionen Anschlüssen weist Deutschland damit über die Hälfte aller europäischen und fast dreimal so viele ISDN-Zugänge wie die Vereinigten Staaten auf. Die mobilen Telefonanschlüsse wuchsen um mehr als 45 Prozent auf rund acht Millionen.

Besonders erfreut zeigte sich der Vorsitzende des Fachverbands, Jörg Menno Harms, was das Wachstum der Internet-Direktzugänge in Deutschland angeht. Selbige sind 1997 um 36 Prozent auf rund eine Million gestiegen. Bezieht man die Zugänge zu Online-Diensten mit ein, komme man hierzulande auf eine Zahl von 4,5 Millionen Internet-/Online-Anschlüssen. Gleichzeitig gehen die Autoren der Studie davon aus, daß derzeit insgesamt etwa zehn Millionen PCs in Deutschland via Internet kommunizieren können. In der Summe waren Ende 1997 zirka 21 Millionen PCs in Deutschland installiert, sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Erstmals wurde in der jährlich aktualisierten Untersuchung auch die im Business-Sektor verfügbare Rechenleistung untersucht. Das Ergebnis ist erfreulich: Ein knappes Drittel der in Europa vorhandenen Rechenleistung ist demnach in Deutschland installiert. Mit deutlichem Abstand folgen Frankreich und Großbritannien. Doch speziell dieser Wert ist auch mit einem kräftigen Wermutstropfen verbunden: Die Rechner werden vielfach ineffizient eingesetzt. Die Wertschöpfung pro verfügbare Recheneinheit sei insbesondere in Schweden, Großbritannien und Dänemark deutlich höher einzustufen als hierzulande, heißt es in der Untersuchung. Daran werde deutlich, daß die IT-Infrastruktur in Deutschland nicht ausreichend genutzt werde. Harms Fazit bei der Vorstellung der Studie: "Wir leben nach wie vor in einer Diaspora des Electronic Commerce." Viele Unternehmen hätten noch immer nicht die Bedeutung der IT für ihre Wettbewerbsfähigkeit erkannt.