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16.01.1976 - 

Computersimulationen zur Rettung einer Stadt

Venedig als Modell-Fall

16.01.1976

VENEDIG - Die Erhaltung der Stadt Venedig wir zur Optimierungsaufgabe, für deren Lösung das Verfahren der Computersimulation der Schlüssel ist.

Einerseits wird der Zerfall der vom Tode bedrohten Königin der Adria durch häufige Hochwasser-Überflutung bedingt - so daß die Stadtväter erwägen, die drei Mündungen der Lagune von Venedig durch flexible Deiche aus Gummischläuchen bei Sturmflutgefahr zu sperren.

Anderseits gefährden die Abwässer der Stadt Venedig und der umliegenden Industrie das Wohlergehen der Venezianer und durch chemische Reaktionen die Fundamente der Stadt - insbesondere, wenn durch Absperren der Lagune-Mündungen verhindert würde, daß Ebbe und Flut das Lagunen-Wasser ständig erneuern.

Die Frage, wieviel Zirkulation durch die Mündungen erforderlich bleibt, um die Selbstreinigung der Lagune sicherzustellen und ob entsprechende Absperrungen reichen, um der Überflutungsgefahr Herr zu werden, wird unter Annahme unterschiedlichster Parameter in Wissenschaftlichen Zentrum Venedig der IBM mittels digitalen Simulationsmodellen untersucht.

Der Wettervorhersage ähnlich

Zunächst wurde eine komplette geonometrische und topologische Beschreibung der Lagune mittels eines Netzes von über 1000 Bezugspunkten computergerecht erfaßt. Bewegungen des Wassers, Friktion am Lagunen-Bett, Einfluß des Windes und vieles mehr ergaben ein Gleichungssystem. Zunächst wurde ein "eindimensionales Modell" geschaffen, das die Lagune wie ein Netz aus Kanälen verstand.

Jetzt wird im IBM-Wissenschaftszentrum ein "zweidimensionales Modell" entwickelt, -das die Lagune als wirkliches Bassin abbildet, in dem das Wasser nicht kanalisiert, sondern in allen Richtungen fließt.