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12.07.1985 - 

Prototyp eines Laufwerkes soll in Chicago gezeigt werden:

Verbatim kann Jetzt optisch löschen

SUNNYVALE (rs) - Den Prototyp einer löschbaren optischen Platte stellt die Kodak-Tochter Verbatim möglicherweise auf der kommenden NCC (National Computer Conference) in Chicago vor.

Das Verbatim-Produkt arbeitet Angaben eines Londoner Informationsdienstes zufolge mit einer 3,5-Zoll-Platte, die 40 MB Kapazität haben soll. Die Aufzeichnung basiert auf einem magneto-optischen Verfahren, bei dem einzelne Punkte der Plattenoberfläche durch einen Laser erhitzt werden und damit ihre magnetische Polarität ändern. Diese Bereiche bleiben nach der Abkühlung bis zu einem erneuten Erhitzen in diesem Zustand.

Mit Hilfe eines polarisierten Laserstrahls, der die Platte durchdringt, lassen sich die verschiedenen Bereiche unterscheiden: An der zuvor erhitzten Stelle ändert sich die Polarisationsrichtung des Laserstrahles, was ein Lesekopf auf der anderen Seite der optischen Scheibe registert.

Das bei dieser Entwicklung benutzte Phänomen, in der Physik als Faraday-Effekt bekannt, soll zu preiswerteren Systemen führen als rivalisierende Arbeiten, die den sogenannten Kerr-Effekt nutzen. Hier werden Farbänderungen des Laserlichtes an den erhitzten Bereichen beobachtet.

Zum Lesen und Schreiben der Information auf die optische Platte dient ein und derselbe Laser. Verbatim benutzt Gallium-Aluminium-Arsenid-Laserdioden von Sharp mit drei Milliwatt Leistung beim Lesen und zehn Milliwatt beim Schreiben. Die aktive Oberfläche auf der Scheibe besteht aus Terbium, Eisen und Kobalt, den drei Elementen, die die meisten auf diesem Gebiet aktiven Entwickler benutzen. Das Problem dabei ist jedoch die richtige Zusammensetzung.

Verbatim, das bisher rund 800 000 Dollar in die Entwicklung steckte, erreicht mit diesem Produkt nach eigenen Angaben eine durchschnittliche Zugriffszeit von 35 Millisekunden. Die Datentransferrate, derzeit etwa 1 MB pro Sekunde, will das Unternehmen auf 5 MB pro Sekunde steigern Das Gerät soll etwa 300 Dollar kosten, eine optische Platte zwischen 20 und 30 Dollar. Im dritten Quartal 1987 soll es die ersten Auslieferungen geben.