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19.08.1983 - 

Neben funktionalen Aspekten auch die Leistung berücksichtigen:

Verbindung zwischen Grafik und Daten fehlt

MÜNCHEN (rs)-Als eine der schwierigsten Aufgaben bei der Auswahl eines Business-Grafik-Sytems bezeichnet Heinrich B. Harendza von der SCS, Hamburg. die Auswahl der Software. Dazu gehöre auch schon die Frage. ob man in die Planung alle möglichen Anwendungen einbeziehen oder zunächst nur eine kleine Lösung favorisieren solle. Daß Business-Grafik für viele DV-Benutzer eine neue Anwendung darstellt, schaffe zusätzliche Schwierigkeiten.

Doch gerade weil Business-Grafik für viele eine neue Anwendung ist, halt es Harendza für besonders lohnenswert, sich mit dem Thema Software auseinanderzusetzen. Diese müsse schließlich primär die Anforderungen gewährleisten. Dabei hätten sich sogenannte kleine Lösungen als nicht so erfolgreich erwiesen, wie man zunächst angenommen hatte.

Vor allem, wenn es sich um eine Erstinstallation grafischer Funktionen handelt, beobachtete Harendza, daß die Verantwortlichen häufig aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus dazu tendierten, klein zu beginnen und dann das System in dem Maß zu erweitern, wie Erfahrung, Wissen und Anforderungen wachsen. Doch die Endbenutzer, zunächst durch die begrenzten Möglichkeiten frustriert, versagten oft genug den politischen Rückhalt, der zum weiteren Ausbau notwendig ist.

Mit diesen Warnungen will Harendza jedoch nicht einer "intergalaktischen" Losung das Wort reden. Man müsse eben nur einem grafischen System und seinen Komponenten die gleiche Aufmerksamkeit widmen wie anderen Anwendungssystemen auch.

Harendza unterteilt die Anforderungen an Business-Grafik-Software grob in

- allgemeine und

- grafische Merkmale.

Zu den allgemeinen Merkmalen zählt er

- Portabilität und Anpaßbarkeit,

- Dokumentation und Wartung

- Anzahl der Installationen,

- Beratung und Schulung,

- Beurteilung des Herstellers,

- Installationsservice

- Anwenderorganisation sowie

- Preis.

Die Zahl der Installationen beispielsweise gibt einen Hinweis darauf, ob mit einer langfristigen Pflege der Software durch den Hersteller zu rechnen ist. Nach Harendzas Meinung muß ein Paket dafür rund 200mal installiert sein. Eine aktive Anwenderorganisation wiederum könne unter der Randbedingung, daß die Zusammenarbeit mit dem Hersteller funktioniert, die Gewähr dafür bieten, daß ein Produkt weiterentwickelt werde und der Hersteller die Interessen der Anwender berücksichtige.

Turnusmäßige Berichte und Ad-hoc-Grafik

Grafische Merkmale sind für Harendza

- Farbe,

- 2 1/2- und 3 dimensionale Darstellungen,

- Schraffuren,

- verschiedene Linienarten und -dicken sowie mehrere Zeichensätze,

-vorkonfektionierte Darstellungen wie Kreis-, Balken-, Linien- und Punktdiagramme,

- Ausgleichskurven und Spline-Funktionen oder

- Darstellung von Zeitreihen.

Aspekte für die Anforderungen, denen grafische Software genügen muß, sind nach Harendza organisatorischer, EDV-technischer und grafisch-funktionaler Art sowie die Betriebsart selbst (Batch-Orientiert oder interaktiv). Dabei verweisen die Aspekte organisatorischer Art auf die beiden wesentlichen Anwendungsgebiete von Business-Grafik-Software: den Einsatz für ein turnusmäßiges, grafisches Berichtswesen und die Ad-hoc-Erstellung von Präsentationsgrafiken.

EDV-technische Aspekte bei der Auswahl von Grafik-Software beziehen sich auf die Dateneingabe und -bereitstellung für die Verarbeitung in den grafischen Systemkomponenten. Es handelt sich dabei um die Datenübernahme aus bestehenden Dateien wie Datenbanken oder durch manuelle Eingabe. Wichtig ist hierbei die Verbindung zwischen dem grafischen Systemteil und den Dateien. Sie fehlt noch bei den meisten Business-Grafik-Paketen.

Die Einteilung der Softwareprodukte in grafisch-funktionaler Hinsicht führt schließlich zu der Unterteilung in grafische Anwendungssysteme, Unterprogramm-Pakete, Basis-Unterprogramm-Routinen sowie Geräte-Treiber-Software.

Benchmark lohnt

Die Anzahl geeigneter Produkte für Business-Grafik-Anwendungen steigt derzeit rapide, was typisch für das Marktsegment "Computer Graphics" ist. Man darf dabei nicht übersehen, daß die grafische Datenverarbeitung speicher- und rechenintensiv ist. Dies verursacht letztlich auch die Kosten. Hier könnte es lohnen, sich zu einem Business-Grafik-Benchmark durchzuringen, der neben funktionalen Aspekten auch die Leistung berücksichtigt.