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16.03.1984 - 

IBMs PC wird immer mehr zur Mainframe-Station:

Verbindungspakete steigern Mikroverwendung

NEW ORLEANS (hh) - Unter den Dutzenden von Neuprodukten, die auf der Softcon (International Conference and Trade Fair for the Software Industry) vor kurzem in New Orleans gezeigt wurden, fielen unseren Kollegen von der COMPUTERWORLD insbesondere zwei Micro-Mainframe-Links auf.

So stellte die Artificial Intelligence Corporation (AIC) das Intellect-Verbindungspaket vor. Diese Software basiert auf dem englischsprachigen Query-Produkt Intellect und ermöglicht Anwendern des IBM PC, auf Informationen zuzugreifen, die auf IBM-Mainframe gespeichert sind. Darüber hinaus kann das Programm als Front-End-Supervisor für verschiedene IBM-PC-Softwarepakete eingesetzt werden. Der Link gestattet den Zugriff auf Mainframe-Daten in Datenbankmanagementsystemen, die von Intellect unterstützt werden. Dazu zählen IBMs SQL/DS und VSAM, das IDMS der Cullinet Software Inc., IDMS, Adabas von der Software AG sowie DFAM von AIC.

Das Produkt beinhaltet ein ausbaubares Lexikon, grafische Funktionen für Mikros, eine Terminalemula-tion zum Host über VM/CMS oder TSO und Multitasking-Fähigkeiten über Windows.

Der PC muß zum Aufbau der Verbindung mit 256 KB RAM ausgerüstet sein sowie mit den Betriebssystemen CP/M-86 oder PC-DOS laufen. Wie die COMPUTERWORLD berichtet, sind Auslieferungen für das dritte Quartal dieses Jahres vorgesehen. Der Preis für die Host-Software liegt bei 17 500 Dollar; hierin eingeschlossen ist die Grundausstattung für eine Zehner-Verbindung. Zusätzliche Mikrosets kosten 250 Dollar je Kopie.

Das Softwareprodukt, das die Cap Gemini auf der Messe vorstellte, ermöglicht den Einsatz von IBM-PC-XTs als spezialisierte Programmstationen in einer VM/CMS-, oder TSO-Umgebung. Die "Multipro Applikation Development Workstation" beinhaltet Facilities, um die Mainframeprogramme runterzuladen und stellt verschiedene Tools zum Systemdesign und zur Programmierung zur Verfügung.

Flow Charts, die Anwenderdokumentation, Design-Spezifikationen und Satzformate sind in Bibliotheken gemeinsam mit dem Quellcode gespeichert.

Die eingesetzte Fenstertechnik bietet nach Angaben des Unternehmens die Möglichkeit, verschiedene Teile des zu entwickelnden Anwendungsprogramms parallel zu bearbeiten. Eine Editiereinrichtung ähnlich der Structured Programming Facility (SPF) von IBM ist ebenso vorgesehen wie eine Projektbibliothek, in der Schnittstellen zu populären Bibliothekssystemen abgelegt sind.

Der XT emuliert unter Multipro ein IBM-3270- oder ein DEC-VT100-Terminal in einem der Fenster. Der Datentransfer zwischen den Windows ist möglich. Das Mainframe-Paket kostet 24 000 Dollar, die Software für jeden Arbeitsplatz 1900 Dollar. Der PC-XT muß darüber hinaus mit einer Standardkommunikationsschnittstelle zum Host ausgerüstet sein, die nochmals um die 1000 Dollar kostet.