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17.11.2008

Verborgene Talente bleiben unentdeckt

Wenige Unternehmen unterhalten Strukturen, die das Leistungsvermögen der eigenen Mitarbeiter bestmöglich fördern.

Es gibt kaum definierte Strukturen und Prozesse in Unternehmen, die zum Ziel haben, ungenutzte Personalreserven zu identifizieren. Zwar sind erste Ansätze wie Personalgespräche (94 Prozent) oder Feedback der Führungskräfte (88 Prozent) oft implementiert. Objektive und bereichsübergreifende Prüfungsverfahren etwa anhand von Kennzahlen oder ein gezieltes Profiling zum Erschließen und Fördern von Talenten betreibt aber weniger als die Hälfte der befragten Personaler, die sich an einer Studie der Dekra Akademie und von Atoss Software beteiligten.

Qualifizierung ohne Maß und Ziel?

Die interviewten Führungskräfte haben konkrete Vorstellungen, an welchen Stellen sie ansetzen müssen, um das vorhandene Potenzial zu aktivieren. Für die Mehrheit (93 Prozent) ist die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter der beste Ansatz, um die Anforderungen zu meistern, die sich aus dem demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel ergeben. Mehr Unklarheit herrscht dagegen bei den Qualitätskriterien für Weiterbildungsaktivitäten: 13 Prozent sind der Meinung, ein Qualifizierungsprogramm müsse auf die Zielgruppe abgestimmt sein, um optimale Wirkung zu erzielen. Zwölf beziehungsweise zehn Prozent halten eine genaue Bedarfs- beziehungsweise Potenzialanalyse für entscheidend. Für weitere neun Prozent müssen sich die Resultate der Qualifizierung messen lassen.

Oft werden Qualifizierungsprogramme nach dem Gießkannenprinzip verteilt, oder es fehlen die grundsätzlichen Voraussetzungen für eine Umsetzung des Gelernten, beispielsweise die Unterstützung durch den Vorgesetzten. Die Maßnahmen führen daher nicht zum gewünschten Erfolg, in der Folge werden Weiterbildungsbudgets gekürzt.

Flexible Arbeit erhöht Produktivität

87 Prozent der Befragten nannten den bedarfsorientierten Personaleinsatz als das wichtigste Instrument im Bereich der Arbeitszeitorganisation, um die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu steigern. Für 78 Prozent der Befragten ist die Flexibilisierung der Arbeitszeiten das Mittel der Wahl, um mit der bestehenden Belegschaft noch schlagkräftiger zu werden. Spezielle Arbeitszeitkonzepte für Mitarbeiter, die nur eingeschränkt zur Verfügung stehen, finden wenig Beachtung. Nur jeweils 49 beziehungsweise 47 Prozent halten es für wichtig, älteren Mitarbeitern und berufstätigen Eltern Regelungen anzubieten. Gerade in der IT-Branche sind familienfeindliche Arbeitszeiten der Grund dafür, dass Frauen unterdurchschnittlich vertreten sind. (hk)