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20.09.1991 - 

Voraussetzungen für den Einsatz durchgängiger Anwendungen

Vereinte Nationen verabschieden einheitliche Edifact-Nachrichten

Edifact, bisher ein eher noch rudimentäres Verfahren für den Austausch von Handelsdaten, nimmt jetzt klare Konturen an. So kann die Arbeitsgruppe Trade/WP.4 der Vereinten Nationen dieser Tage in Genf weltweit einheitliche Nachrichtentypen verabschieden. Hans-Jürgen Rosenberg* gibt zunächst einen Überblick über die erzielten Fortschritte und widmet sich im weiteren Verlauf der Formatumsetzung.

Rechtzeitig zur Einführung des EG-Binnenmarktes Ende 1992 werden die erforderlichen branchenübergreifenden Edifast-Nachrichten, für den sich "öffnenden europäischen Markt, zur Verfügung stehen. Nachdem im letzten Jahr auf dem Rapporteurs-Meeting der Edifact-Boards in Ottawa festgestellt wurde, daß die Ergebnisse der Nachrichtenentwicklungsgruppen (Handel/Industrie, Transport, Zoll und Banken) mehr oder weniger ohne Rücksicht auf die Richtlinien der Nachrichtenentwicklung gearbeitet hatten, und die geschworene weltweite Einheitlichkeit nicht mehr gegeben war, werden nun in der Woche vom 16. bis 20. September 1991 in Genf 34 Nachrichten als weltweit einheitliche Edifast-Nachrichtentypen (Standard Nachrichten der Vereinten Nationen-UNSMs) verabschiedet.

Diese 34 Nachrichten - siehe die Übersicht "Edifact-Nachrichten" - basieren alle auf dem Quality-Control-Prozeß, deren Ergebnis als Entwurfs-Verzeichnis 91.1 im September 1991 in Genf verabschiedet wird. 17 von den 34 Nachrichten werden auf Basis des Verzeichnisses 91.2 den Status 2 "Norm" bekommen.

Das Entwurfs-Verzeichnis 91.1 und auch die darauf basierenden Edifast-Nachrichten erhalten - nach einer einjährigen Erprobungszeit - im September 1992 den Status 2 "Norm". Ferner ist im September 1991 die Übereinkunft zwischen dem Westeuropäischen Edifact Board (WEEB) und der Europäischen Kommission für Normung (CEN) unter Dach und Fach. Damit wird besiegelt, daß die Ergebnisse vom Status 2 des WEEB zu Europäischen Normen (EN) überführt werden. Die EN Normen sind dann entsprechend den Statuten von allen nationalen Normungsorganisationen der EG- und EFTA-Staaten zu übernehmen.

Die EG-Kommission wird bei ihren Ausschreibungen und Richtlinien zum Thema Datenaustauschformate auf die in EN-Normen festgeschriebenen Edifact-Nachrichten Bezug nehmen. Mit dem Verzeichnis 91.1 und den darin enthaltenen Nachrichten aus den Bereichen Handel/Industrie, Transport, Zoll und Banken steht ab September 1991 eine einheitliche Basis zur Verfügung, auf der sich ein branchenübergreifender einheitlicher Geschäfts- und Handelsdatenaustausch aufbauen läßt und Nachrichtenszenarien für durchgängige Edifact-Anwendungen ausgerichtet werden können

Da alle bisher verabschiedeten Edifact-Nachrichten (der Versionen 88.1, 90.1, 90.2) eben falls Bestandteil des Verzeichnisses 90.1 sind, können die Anwendungen durchgängig auf dem Verzeichnis 91.1 implementiert werden. Das Führen und Verwalten von mehreren Verzeichnissen wäre nicht mehr notwendig, wenn für den Datenaustausch nur die Edifact-Nachrichten nach dem Verzeichnis 91.1 verwendet werden.

Ferner liegen mit dieser Version und der Version 90.2 erstmals vollständige Verzeichnisse vor. Außer dem Nachrichten-, Segment-, Datenelementgruppen- und Datenelement-Verzeichnis ist ab September 1991 eine geprüfte Codeliste verfügbar.

Was dies bedeutet, wissen nur diejenigen, die sich jemals mit EDI-Nachrichten intensiv beschäftigt haben. Denn außer der Tatsache, daß es mehrere unterschiedliche Datenformate (zum Beispiel VDA, Sedas, Odette, Aiag, ANSI X12, SPEC 2000 M) gibt, haben alle diese Formate und Branchenlösungen ihre eigenen Regeln und Codes.

Die teilweise verbreitete Meinung, daß Nachrichten, die auf mehr als nur einem Verzeichnis basieren, nicht einsetzbar sind, muß nach dem Vorliegen der Edifact-Verzeichnisse 91.1 und 91.2 korrigiert werden. Mit diesen Verzeichnissen lassen sich alle derzeit in der Praxis eingesetzten Edifact-Nachrichten, die auf älteren Verzeichnissen basieren, und die Nachrichten, die beispielsweise auf den Regeln von VDA, Sedas oder Odette aufsetzen, in Edifact-Nachrichten abbilden, die das Verzeichnis 91.1 zur Grundlage haben.

Der Quality-Control-Prozeß von Ottawa bewirkte, das jetzt funktionell besser abgegrenzte und kürzere Segmente zum Einsatz gelangen, die sich in der Praxis besser den Anwendungsanforderungen zuordnen und abbilden lassen.

Mit den Verzeichnissen und Nachrichten vom September 1991 wird die Voraussetzung für den Einsatz von durchgängigen Anwendungen und die Basis für Standardlösungen geschaffen, die Industrie und der Handel für die Abbildung von Nachrichten eines Geschäftsvorganges dringend benötigt - so zum Beispiel für Rechnung, Bestellung, Lieferabruf, Lieferschein und Gutschrift, die in den Formaten VDA, Sedas, Odette und Edifast ausgetauscht werden müssen.

Die Möglichkeit der Gestaltung von effektiven innerbetrieblichen Anwendungen und Abläufen auf der Basis von Edifact-Nachrichten beziehungsweise die Integration von Edifact in Anwendungen ist jetzt gegeben .

In die Praxis umgesetzte Nachrichtenszenarien, der Einsatz von aufeinander aufbauenden zu empfangenden und sendenden Nachrichten, fördern die Produktivität, Rentabilität und Konkurrenzfähigkeit. Der Einsatz von durchgängigen EDI-Nachrichten ist die Voraussetzung für die Reorganisation betrieblicher Abläufe und ein Maßstab für die betriebswirtschaftliche Betrachtung von Unternehmen. Was heute noch Konkurrenzvorsprung bedeuten mag, kann morgen eine Existenznotwendigkeit sein. Wer die betriebswirtschaftlichen Momente, die durchgehende EDI-Anwendungen bieten, und zukunftsorientiert den Geschäftsund Handelsdatenaustausch zwischen Herstellern, Zulieferern, Vorlieferanten, Speditionen, Zoll und Banken ausnutzen will, ist gefordert, Edifactbasierte Formatumsetzungen einzusetzen und diese in seine Anwendung zu integrieren.

Wer den Einstieg in Edifact plant, muß zunächst prüfen, mit welchen Edifact-Nachrichten er kurzfristig beziehungsweise bei welchem Nachrichtenszenario er kurz-, mittel- und langfristig das größte Nutzungspotential erreichen wird.

Das Nutzungspotential wird beeinflußt

- durch den Einsatz von Nachrichten, die ein hohes Datenvolumen abdecken,

- durch die Integration von Edifact-Nachrichten in Anwendungen und

- durch den Einsatz eines Nachrichtenszenarios, bei dem durch die Anwendungsintegration logische Prüfungen automatisch vorgenommen werden können beziehungsweise der Umfang der auszutauschenden Daten auf ein notwendiges Maß reduziert werden kann.

Die Integration von Edifast-Nachrichten beziehungsweise Nachrichtenszenarios in die Anwendungssysteme setzt eine einheitliche gemeinsame Datenbasis voraus. Hierzu ist erforderlich, daß das Inhouse-Data-Dictionary den funktionalen Umfang von Edifast hat und Strukturen, wie sie hier verwendet werden, abbilden kann.

Um jedoch die derzeit gegebenen Kommunikations-Anforderungen nach Handhabung von mehreren Datenformaten (zum Beipsiel VDA, Sedas, Odette), nach Realisierung von verschiedenen Kommunikationsdiensten und -protokollen, nach Daten- sowie Zugriffsschutz und 24stündiger Sende- und Empfangsbereitschaft gerecht zu werden, bietet sich der Einsatz eines Kommunikationsrechners an, der auch die Integration zum Host vornimmt. Kommunikationsrechnerlösungen beziehungsweise Front-end-Rechnerlösungen haben sich bereits in der Praxis bewährt.

Eine Kommunikationsrechner-Lösung, die einerseits die Kommunikation zu den Geschäftspartnern über die jeweils in Frage kommende Netzzungsschnittstelle automatisch aufbaut und überwacht, andererseits über Hostkoppelung eine Anwendungsintegration vornimmt, bietet darüber hinaus noch ein Reihe weiterer Vorteile.

Kein unberechtigter Zugriff möglich

So sind sämtliche EDI- und Edifact-Aktivitäten in einem Rechner konzentriert. Mit der direkten Anbindung an den Host über ein gesichertes FileTransfer-Protokoll kann kein unberechtigter Zugriff auf die Dateninhalte geschehen. Der Rechner übernimmt den automatischen Leitungsaufbau und -abbau entsprechend den vorgegebenen Partnerprofilen (Komunikationsadressen und Netzanschlüssen) und Nachrichtenprioritäten (zeitkritische/unkritische Daten). Er überwacht die Kommunikation beim Auftreten von Störfällen (Leitungsabbruch, unberechtigte Kommunikationsprozesse) und prüft die vom verwendeten Protokoll vorgegebenen Partneridentifikation Außerdem führt der Computer eine Datensicherung und Archivierung der empfangenden und gesendeten Nachrichten durch.

Durch die Integration eines leistungsstarken Formatumsetzers in den Kommunikationsrechner können von dem jeweiligen Inhouse-Format heraus alle bekannten Branchenformate wie VDA, Sedas, oder Odette und Edifact-Subset-Nachrichten wie die von Edifice, Cefic, Eancom oder Telekom realisiert werden.

Ein leistungsstarker Formatumsetzer benötigt keine separaten Aufbereitungsprogramme vor oder hinter der Konvertierung, sondern aufbereitet und nachbereitet die anfallenden Daten selbst.

Die wichtigsten Fähigkeiten eines leistungsstarken Formatumsetzers sind die Bearbeitung von festen und variablen Satzformaten, die Umstrukturierung von Dateien, Sätzen und Gruppen, die Konvertierung von Feldern, die Codeumwandlung, das Verarbeiten gepackter und entpackter Daten, das Verändern von Darstellungen, das Durchführen syntaktischer Prüfungen und arithmetischer Operationen sowie das Durchführen von tabellengesteuerten und programmgesteuerten Anweisungen.

Ob VDA-, Sedas, Odette- oder Edifact-Formate, ein Zulieferunternehmen muß je nach Kundenstruktur mit allen diesen Empfehlungen und Standards gleichzeitig umgehen können. Dies ist, vor allem wenn es sich um sehr komplexe Formate wie Odette oder Edifact handelt, nicht ohne Formatanpassungen möglich.

Formatanpassung bedeutet hier zunächst das Umstrukturieren einer Datei in ein Inhouse-Format und umgekehrt. Formatanpassung heißt aber auch das inhaltliche Anpassen einer Datei, wie zum Beispiel das Andern von Codierungen oder die unterschiedliche Behandlung von Bestellangaben und Bestellmengen auf die im Inhouse-Format erwarteten Werte.

Oft müssen auch Informationen erst erzeugt werden, da diese in der Quelldatei (Anwendungsprogramm) nicht existieren, in der Zieldatei (Übertragungsdatei) aber erwartet werden. Dies begründet die Notwendigkeit, über einen leistungsstarken Formatumsetzer zu verfügen, der in der Lage ist eigenständig und ohne manuellen Eingriff, Dateien unterschiedlichster Formate anzupassen.

Um mehrere in der Praxis benötigte Datenformate mit mehreren Geschäftspartnern nach unterschiedlichen Diensten und Protokollen austauschen zu können und mehrere unterschiedliche Geschäftsvorgänge, wie Rechnung, Bestellung, Lieferabruf, Lieferschein und Gutschrift von mehreren Anwendungen bedienen zu können, bietet sich eine einheitliche Umsetzung auf einem Kommunikationsrechner an. Eine Formatumsetzung auf einem Kommunikationsrechner bietet die Vorzüge

- der Nutzung von Standard-Betriebssystemen (DOS,Unix),

- der Nutzung von Standard-Software,

- der partnergerechten Formatabbildung,

- der Pflege per Fernwartung und

- der durchgehenden Sende- und Empfangsbereitschaft und Vorteile ergeben sich für die Kommunikation, die Formatumsetzung und die Hostkopplung.

Die Integration der Formatumsetzung in den Host ist entsprechend der vorhandenen Programmsprache komplexer und für verschiedene Anwendungen und Geschäftsvorgänge mehrmals zu realisieren. Ferner können Aspekte des Daten- und Zugriffschutzes sowie der Kommunikationsanbindung nur sehr weitgehend berücksichtigt werden.

Der Formatumsetzer sollte als eigenständiges Modul im Kommunikationsrechner zur Verfügung stehen. Bei dieser Anordnung erfolgen die Formatanpassungen vollautomatisch nach Empfang einer Datei oder vor dem Versenden, ohne daß ein manuelles Eingreifen notwendig ist.

Für das Anwendungssystem präsentieren sich alle Dateien in einem einzigen, ihm bekannten Format. Der Kommunikationsrechner erkennt, welcher Partner die vorliegende Datei empfangen soll beziehungsweise gesendet hat. Über entsprechende Abbildungstabellen kann der Formatumsetzer vor dem Versenden aus dem vorliegenden Quellformat mehrere unterschiedliche Zielformate (unter anderem VDA, Sedas, Odette und Edifact) erstellen.

Umgekehrt werden unterschiedlich eingehende Dateiformate nach dem Empfang in ein Inhouse-Format umgesetzt. Über mehrere unterschiedliche Abbildungstabellen, die jeweils eine definierte Zuordnung von Quell- zu Zielformat beschreiben, erfolgt die Umsetzung des Quellformates auf Basis der entsprechenden Abbildungstabelle in das gewünschte Zielformat; damit ist eine mehrmalige Umsetzung nicht erforderlich.

Formatumsetzung bedeutet nicht nur das Umstrukturieren der Datei, zum Beispiel das zweite Feld des ersten Datensatzes der Quelldatei in das vierte Feld des zehnten Datensatzes der Zieldatei abzubilden. Oft müssen Informationen aufbereitet werden. Verlangt zum Beispiel die Zieldatei ein Summenfeld, welches in der Quelldatei nicht existiert, so muß der Formatumsetzer aus den vorhandenen Feldern die entsprechende Summe errechnen können.

Ein weiterer und ganz wesentlicher Faktor ist die Codierung von Informationen. Die Codierungsvorschriften sind je nach Standard völlig unterschiedlich. Darüber hinaus werden von den Partnern oft unterschiedliche Tabellen zur Verschlüsselung, zum Beispiel von Artikelnummern, Werk- und Landesbezeichnungen verwendet. Es ist demnach keineswegs ausreichend, eine Edifact-Bestellung in eine Inhouse-Bestellung abzubilden, wenn darin die Codierungen nach Edifact weiter bestehen. Aus diesem Grunde soll der Formatumsetzer bei codierten Informationen entsprechende Anpassungen vornehmen. Damit liegt nach dem Umsetzen die Datei in der Inhouse-Struktur und zusätzlich auch mit den Inhalten vor, die das Anwendungsprogramm direkt weiterverarbeiten kann.

Die Steuerung der Formatumsetzung erfolgt über Tabellen. Jedes eventuell zu bearbeitende Format wird in seinem Aufbau komplett beschrieben Wie diese einzelnen Formate umgesetzt werden sollen, wird in entsprechenden Abbildungsbeschreibungen festgelegt. Hier wird auch definiert, welche Codierungen wie ausgetauscht werden sollen, wie bestimmte Felder durch arithmetische Operationen erzeugt werden, oder ob mehrere Felder zu einem einzigen zusammengeführt beziehungsweise ein Feld auf mehrere aufgeteilt werden soll.

Quell- und Zielformate müssen in beliebiger Anzahl definiert werden können. Der Anwender soll die Möglichkeit haben, eigene Formate und Zuordnungen zu erstellen, aber auch auf Standard-Abbildungstabellen zurückgreifen können.

Der Formatumsetzer besteht in den meisten Fällen aus mindestens zwei Komponenten, zum Beispiel einer Beschreibungskomponente wie dem Generator und einer Übersetzerkomponente wie dem Transformator. Mit dem Generator werden die Beschreibung der Quell- (Anwendungsprogramm) und Zielformate (Übermittlungsdatei) und der entsprechenden Zuordnungen vorgenommen .

Aus Quellformat-, Zielformatund Abbildungsbeschreibung erstellt der Generator eine für eine spezifische Umsetzung gültige Umsetzungstabelle. Diese wird zur Laufzeit vom Transformator zur Formatumsetzung herangezogen .

Abbildungsbeschreibungen lassen sich einmalig vornehmen, vom Generator in Abbildungstabellen übersetzen und danach zur Laufzeit automatisch vom Transformator zur Umsetzung der vorliegenden Dateien heranziehen.

Bei Änderungen in den Formaten, Erweiterungen der Geschäftsvorgänge durch Einführung weiterer Edifast-Nachrichten oder Branchen-Subsets so wie durch Versionsänderungen können Abbildungsbeschreibungen jederzeit problemlos angepaßt werden. Die Auswahl der richtigen Abbildungstabelle je Geschäftsvorgang erfolgt programm- und tabellengesteuert.

Die dynamische Entwicklung des elektronischen Datenaustausches fordert ein umfangreiches Fachwissen zu stets neuen Aufgabenstellungen. Der Beratungs - und Unterstützungshedarf bei der Einführung, Durchführung, Projektierung und Implementierung von EDI und Edifast sollte von den EDI-Interessenten nicht unterschätzt werden. Unternehmen, die es sich nicht leisten können oder nicht leisten wollen, ein gut ausgebildetes EDI-Team zu unterhalten, das ständig für die Klärung laufender EDI-Fragen zur Verfügung steht, sollten sich an Software und Beratungsunternehmen wenden.

Zur Erreichung von Rationalisierungs- und Wettbewerbseffekten mit Edifact bedarf es einer detaillierten Analyse der Unternehmensvorgänge und einer zielgerichteten Einbettung von Standards in das datenverarbeitende und das organisatorische Umfeld des Unternehmens Entsprechende Vorhaben kosten kurzfristig Geld, rechnen sich aber mittelfristig.

Spezialisten helfen dabei auf folgenden Gebieten: Einführung von EDI und Edifast, Konsensbildung, Definition der Zielvorgaben, Analyse der Betriebsabläufe, Analyse des lst-Zustandes, Erstellung des Sollkonzeptes, Erstellung des Kommunikationskonzeptes, Reorganisation betrieblicher Abläufe,

Durchführung von Projekten, Erstellung von Anwendungsnachrichten, Migration von EDI und Edifact, Integration von EDI-Verfahren, Programmierung von Anwendungen, Versionsumstellung und -pflege, Pflege des internen/externen

Datenverzeichnisses, Durchführung von Tests und Beratung sowie Schulung.

Rüstzeug für den europäischen Markt

Software- und Beratungsunternehmen bieten ein System von EDI-Standard-Lösungen an, das durch ein umfangreiches Schulungs- und Beratungsangebot abgerundet wird.

Ein leistungsstarker Formatumsetzer und Kommunikationsrechner bietet jedem Anwender die Garantie, den Anforderungen des europäischen Marktes optimal gerüstet entgegenzusehen. Ein solches System bietet umfangreiche Möglichkeiten, wie die funktionelle Zusammenfassung der Kommunikations-Partneranbindung, Formatumsetzung und Hostanbindung sowie einen automatischen Ablauf, ohne jeglichen manuellen Eingriff. Schon heute werden mit dem Formatumsetzer VDA-, Sedas, Odette- und Edifact-Formate bearbeitet. Zukünftigen Entwicklungen sind keine Grenzen gesetzt.