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07.07.1978 - 

Weigang-MCS präsentiert Evidata 3000

Verfügbarkeitsrechnung mit elektronischer Datei

MÜNCHEN (ee) - "Weil die Sachbearbeiter in der Materialdisposition todunglücklich sind, wenn sie ihre Listen von der Groß-EDV, sprich zu spät, erhalten", so Firmenchef Just Jahn, bietet die Weigang-MCS Micro Computer Systeme GmbH nunmehr mit der Evidata 3000 ein auf die Materialwirtschaft zugeschnittenes Stand-Alone-Gerät an, das allerdings nur als Gesamtpaket (Hard- und Software) verkauft wird. Besondere Spezialität des Programms: Es ermöglicht auch eine Verfügbarkeitsrechnung.

Mit der "elektronischen Kartei" Evidata 3000 versucht die Weigang Organisation zugleich, die Vorteile der manuellen Kartei (körperliche Übersicht über die Entwicklung eines Artikels) mit den Vorteilen der maschinellen Auswertung (summarische Ergebnisse) zu verbinden. Die fast siebzig Weigang-Organisatoren im deutschsprachigen Raum vermarkten dabei einen Single-board-Computer, den die in Leinfelden-Echterdingen ansässige MCS nicht nur mit Erfahrung, sondern grammiert hat. So kann die Evidata 3000 zur Lagerführung, Kapazitätsplanung und Terminüberwachung eingesetzt werden. Die Würzburger Organisatoren haben übrigens der MCS nicht nur mit Erfahrung, sondern auch gesellschaftsrechtlich unter die Arme gegriffen: Sie halten 50 Prozent der 51000 Mark Grundkapital, mit der die neugegründete Weigang-MCS Micro Computer Systeme GmbH ausgestattet ist.

Herz der Evidata 3000 ist ein Intel 8080 Mikroprozessor, an dem wahlweise ein oder zwei Disketten hängen (insgesamt können 4 Diskettenlaufwerke angeschlossen werden); dazu gibt es einen Binder-Matrixdrucker mit 200 Zeichen pro Sekunde. Die Eingabe erfolgt über eine alphanumerische Konsoltastatur mit Mehrfachfunktion, wobei das Assembler-Programm mit 64 Befehlen abgerufen werden kann. (Für das Programm stehen 60 K zur Verfügung, 8 K verbraucht das Betriebssystem.)

Den Markt für die Evidata 3000 sieht Weigang-MCS bei mittleren und kleineren Unternehmen. Allerdings vermeldet das Unternehmen auch schon einen Abschluß bei der Groß-Industrie. Insgesamt hundert Stück sollen in den ersten zwei Jahren abgesetzt werden. Dabei dürfte der Preis, 26 000 Mark in der Mindestausstattung (als reines Auskunftssystem, ohne Dialogfähigkeit) und 38 000 Mark (mit Drucker und zwei Disketten), kein Hindernis sein.