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01.05.1998 - 

Wettbewerbshüter werden aufmerksam

Verfügung gegen Intel interessiert Kartellbehörde

Intergraph hatte vor einem US-Bezirksgericht eine gerichtliche Verfügung gegen Intel erreicht. Der Anordnung zufolge wurde der Chipkonzern unter anderem dazu verpflichtet, Intergraph stets mit aktuellsten Produktinformationen, Vorserienmustern und Produktionschips zu versorgen (siehe CW Nr. 16 vom 17. April 1998, Seite 3: "Intergraph düpiert..."). Intergraph vermutet, daß Intel absichtlich bestimmte Informationen und Produkte zurückgehalten hat.

Die Enscheidung des Bezirksgerichts könnte der US-Kartellbehörde Federal Trade Commission (FTC) weitere Munition bei den andauernden Untersuchungen gegen die Andy-Grove-Company liefern, meinen Insider. "Für sich genommen stellt das Zurückhalten von Informationen keinen gravierenden Sachverhalt dar", kommentierte der US-Antitrust-Anwalt Gerald Jenkins. Im Zusammenhang mit den umfassenden Untersuchungen wegen wettbewerbswidriger Praktiken gegen Intel könne der Fall Intergraph jedoch durchaus Gewicht erhalten.

Nach Ansicht des IDC-Analysten Roger Kay könnte die jüngste Gerichtsentscheidung langfristig Konsequenzen für die IT-Industrie zeitigen. Der Bezirksrichter Edwin Nelson hatte die Intel-Prozessoren als sogenannte "essentielle Mittel" (essential facilities) eingestuft. Mit dieser aus dem US-Wettbewerbsrecht stammenden Definition könnten etliche Kunden Intels das Recht erlangen, Zugang zu Informationen zu erhalten, die sie für die Produktion eigener Produkte auf Basis von Intel-Technik benötigen, so Kay. Intel hat unterdessen angekündigt, gegen die Entscheidung des Bezirksgerichts Berufung einzulegen.