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27.06.2003 - 

Forrester vergleicht Hotspot-Hype mit Dotcom-Seifenblase

Verhaltene WLAN-Prognosen

MÜNCHEN (CW) - Kaum sprießen die Hotspots in Europa wie Pilze aus dem Boden, da warnen bereits erste Analysten vor einem großen Knall. So glaubt Forrester, dass der Hype um die WLAN-Zugänge wie die Dotcom-Seifenblase zerplatzen wird.

Lars Gordell, Senior Analyst bei Forrester, ist davon überzeugt, dass das Gros der Investitionen in öffentliche WLAN Access Points in Bahnhöfen, Sporthäfen, Hotels oder auf Flugplätzen Geldverschwendung ist. Diese Einschätzung begründet Forrester damit, dass es bis 2008 in Europa nur 53 Millionen Wifi-fähige Endgeräte geben werde. Nicht mehr als 7,7 Millionen Benutzer würden bereit sein, für einen Zugang via Hotspot zu bezahlen.

Mehr Potenzial sprechen die Forrester-Analysten dagegen Bluetooth zu. Mit dieser Technik, so die Forrester-Schätzung, seien in Europa im Jahr 2008 rund 286 Millionen Endgeräte ausgestattet. Die Forrester-Betrachtung hat jedoch einen Schönheitsfehler: Als Kurzstreckenfunk hat Bluetooth nur eine Reichweite von zehn Metern und erlaubt maximal sieben Usern die gleichzeitige Nutzung eines Access Point. Ein WLAN-Hotspot deckt dagegen einen Umkreis von rund 100 Metern ab und eröffnet mehr Benutzern einen gleichzeitigen Zugang.

Zwar schlägt auch Gartner hinsichtlich der Aussichten für Hotspots eher verhaltene Töne an. Für die Analysten liegt das Problem dabei allerdings nicht in der zu geringen Verbreitung Wifi-fähiger Endgeräte, sondern in der Suche nach tragfähigen Geschäftsmodellen für Hotspots. Nach den Gartner-Kalkulationen werden bereits 2003 in Europa 1,7 Millionen Anwender Hotspots nutzen. Deren Zahl soll von heute rund 15 300 bis zum Jahr 2005 auf über 39 000 anwachsen. Bevorzugte Lokationen für öffentliche WLANs seien Verkaufseinrichtungen wie Coffeeshops, Tankstellen oder Restaurants. Sie betrieben derzeit 70 Prozent aller Hotspots. (hi)