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10.11.2000 - 

Kartellrechtliche Bedenken der Wettbewerber

Verisign soll abgelaufene Domain-Namen zurückgeben

MÜNCHEN (CW) - Verisign, Spezialist für digitale Zertifikate und seit der Übernahme von Network Solutions (NSI) größter Registrar von Internet-Domains, ist unter Beschuss geraten. Dabei geht es vor allem um die zahlreichen Top-Level-Domains (TLDs), die seit ihrer Anmeldung durch NSI nicht mehr erneuert wurden.

Vor allem seit der Übernahme des Domain-Namen-Marktplatzes Greatdomains.com vergangene Woche befürchten die konkurrierenden privaten Registrare, dass die Registrierungs-Unit von Verisign und NSI, "Verisign Network Solutions", abgelaufene Domain-Namen gewinnbringend versteigern will. Wie der Brancheninformationsdienst Computerwire berichtet, fordern die Wettbewerber, die deaktivierten Domain-Namen an allgemein zugänglicher Stelle zu sammeln, damit sich Firmen, die eine Internet-Adresse anmelden wollen, ihren Registrar selbst aussuchen können.

NSI bezeichnet die Befürchtungen der Konkurrenz als unbegründet. Einer Firmensprecherin zufolge will das Unternehmen die Adressen zwar verkaufen - allerdings nicht im Rahmen einer Auktion, sondern lediglich zum Preis der jährlichen Registriergebühr von 35 Dollar. Außerdem werde NSI künftig keinen Anspruch mehr auf nicht verlängerte Domain-Namen erheben. Offenbar hat der Registrar eine Lehre aus den Kartellrechtsstreitigkeiten der vergangenen Monate gezogen, die daher rühren, dass er bis zum Sommer dieses Jahres ein Monopol auf die Top-Level-Domains .com, .org und .net innehatte.

Solche Querelen werden aber wohl spätestens im April nächsten Jahres kein Thema mehr sein: Gemäß einer Vereinbarung mit der Internet-Verwaltung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (Icann) muss Verisign NSI bis dahin als eigenständigen Bereich ausgelagert haben. Erster Schritt in diese Richtung ist der neue Name für die zentrale Registrierdatenbank, in der Ende Juni mehr als 19 Millionen Domain-Namen mit der Endung .com, .org und .net gespeichert waren: Sie heißt ab sofort "Verisign Globel Registry Services", hat also zumindest namenstechnisch nichts mehr mit NSI zu tun.