Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

24.09.2004 - 

Aktie der Woche

Veritas: Warten auf die alte Wachstumsdynamik

Obwohl erst 1989 gegründet, zählt die US-amerikanische Company Veritas heute weltweit zu den zehn größten Softwarefirmen. Der rasante Aufstieg beruhte vor allem auf zahlreichen Übernahmen und Fusionen.

So wurde beispielsweise 1997 durch den Zusammenschluss mit Open Vision Technology das Produktspektrum auf Backup- und Recovery-Lösungen sowie hierarchische Datenbank-Speicher-Lösungen ausgeweitet. 1999 wurde schließlich durch den Erwerb der Storage-Management-Sparte von Seagate das Portfolio ein weiteres Mal gezielt ergänzt.

Trotz aller Übernahmen und damit einhergehender hoher Abschreibungen verfügt Veritas noch immer über eine hervorragende Bilanzqualität. Zwar stehen noch 1,81 Milliarden Dollar Goodwill in den Büchern, doch das Eigenkapital beläuft sich auf stattliche 3,8 Milliarden Dollar. Der Saldo aus Umlaufvermögen abzüglich aller Verbindlichkeiten liegt bei 1,2 Milliarden Dollar. Nachdem die Aktie Anfang Juli (unter hohen Umsätzen) im Zuge enttäuschender Zahlen einen starken Kurseinbruch verzeichnete, scheint seitdem eine Bodenbildung einzusetzen. Diese ist auch fundamental untermauert, da die schlechten Geschäftsergebnisse nur temporärer Natur sein dürften und das Ebit im zweiten Quartal noch immer bei 131 Millionen Millionen Dollar gelegen hatte. Veritas hat derzeit wie viele andere Softwareanbieter mit schleppenden Lizenzverkäufen an große US-Konzerne zu kämpfen, da diese im Zuge der Umstellung auf neue Bilanzierungsvorschriften (Sarbanes-Oxley-Act) mit ihren Kapazitäten haushalten müssen.

Das Service- und Wartungsgeschäft läuft laut CEO Gary Bloom weiterhin erwartungsgemäß, auch die Nachfrage in Europa und im asiatischen Raum gibt keinen Anlass zur Sorge. Alles in allem könnte die Aktie mittelfristig ihre alte Wachstumsdynamik wieder gewinnen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 20 und einer Bewertung zum etwa 4,4-fachen Umsatz erscheint der Kurs des Titels derzeit fair bewertet. (gh)

Stephan Hornung und Christian Struck*

*Die Autoren sind Analysten der Capital Management Wolpers (CMW) GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.