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28.07.2000 - 

Kein grundsätzlicher Wandel

Verkauf von Informationen gehorcht eigenen Regeln

MÜNCHEN (CW) - Die Autoren vertreten die Kernthese, dass sich die Technologie durch die New Economy verändert, die ökonomischen Gesetze aber nicht. Tiefschürfender als "Web Att@ck", dabei unaufgeregt und ohne Modejargon wollen sie die Regeln der "Netzwerkwirtschaft" ergründen.

Das Autorenduo konzentriert sich auf Informationsgüter, unter anderem auf ihre Preisbildung, wobei auch sie das Britannica-Desaster bemühen. Anhand von Beispielen wie Marktstudien oder auch Software wird durchexerziert, welche Geschäftsmodelle in Frage kommen.

Freilich beschränkt sich Kompetenz in der Informationswirtschaft nicht auf den Handel mit Daten, sondern setzt bei Entscheidern auch technisches Wissen voraus. Das Geschäft mit Informationen muss immer davon ausgehen, dass der potenzielle Kunde ohnehin schon mit zu vielen Daten konfrontiert wird. Shapiro und Varian zitieren dabei den Wirtschaftswissenschaftler Herbert Simon: "Ein Reichtum an Information erzeugt eine Armut an Aufmerksamkeit." Eine wesentliche Aufgabe von Informationsanbietern muss es deswegen sein, ihr wertvolles Gut für die Nutzer zu filtern.

Zur Sprache kommen auch Fragen des Urheberrechts, wobei die Autoren die oft beschworenen Risiken in Chancen für Eigentümer geistiger Inhalte ummünzen: Niedrige Vertriebskosten können die Vermarktung fördern.

Carl Shapiro und Hal Varian: Online zum Erfolg. München: Langen Müller/Herbig 1999. 430 Seiten, 68 Mark.