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21.04.1978 - 

Deutsche Leasing AG mit einer halben Milliarde DM im Computergeschäft:

Verkaufspolitik der Mainframer beflügelt Leasingbranche

21.04.1978

FRANKFURT (ee) - "Während des gesamten Geschäftsjahres", so faßt der Vorstand der Deutschen Leasing AG das Auftragsplus von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr zusammen, konnte die Gruppe einen "durchaus lebhaften Auftragseingang" verbuchen. Besonders profitierte die Sparte Computer Leasing, da die Nachfrage im wesentlichen von Rationalisierungsvorhaben motiviert war.

"Insbesondere der Bereich der mittleren bis großen EDV-Anlagen hat stark angezogen", so Vorstandsvorsitzender Dr. Albrecht Dietz, und "dem Bereich Computerleasing einen ungewöhnlich hohen Zuwachs gebracht" (36 Prozent des gesamten Geschäftsvolumens der Leasing AG.).

Der Bestand aller Mietausrüstungen bei der Deutschen Leasing AG weitete sich um 27,5 Prozent auf 1,5 Milliarden Mark (Anschaffungswert) aus. Der Bestand an Mietausrüstungen im Konzern wuchs von 1,179 Milliarden auf 1,423 Milliarden Mark (plus 21 Prozent).

Wie Vertriebschef Franz Pogodda das Computergeschäft bei der Deutschen Leasing AG kommentiert, "kam das Verhalten der Hersteller in bezug auf ihr eigenes Hersteller-Mietangebot auch uns zugute." Denn: "Die Hersteller gestalten das eigene Mietangebot im Verhältnis zum Verkaufspreis nicht mehr so attraktiv wie in vergangenen

Jahren." Pogodda schließt aus dem Angebot der Computer-Hersteller, daß diese immer mehr darauf bedacht sind, ihre Anlagen zu verkaufen und nicht in Form von Mietverträgen abzusetzen. "Das gilt auch für den Marktführer IBM", folgert Pogodda aus der Tatsache, daß der Hardware-Weltmarktleader die Verkaufspreise "ganz erheblich um 25 Prozent, die Mieten dagegen lediglich um zirka sechs Prozent gesenkt habe". Allgemein sind nach Auffassung der Deutschen Leasing AG "die Zeiten des häufigen Modellwechsels vorbei."

Gemeinsam mit der Schweizer Industrie-Leasing AG haben die Frankfurter 1977 ihre Kunden befragt, welche Motive zum Finanzierungsinstrument Leasing greifen ließen. Die Argumente aus der Leasing-Steinzeit rangieren heute weit hinten:

So wurden "Steuervorteile", "Schutz vor technischer Überalterung" und "Bilanzneutralität", die bisher allgemein für besonders wichtig gehalten wurden, von den Leasing-Nehmern auf die hinteren Plätze der Rangfolge gesetzt. Als Hauptmotiv nannten die Kunden, daß Leasing eine fristenkongruente, hundertprozentige Finanzierung einer Investition gestattet, Kreditlimits nicht tangiert und somit die Finanzplanung generell einen breiteren Spielraum erhält. Dem betriebswirtschaftlichen Argument, daß Leasing-Sätze eine klare Kalkulationsgrundlage bilden, da sie über die ganze Mietzeit fest bleiben, legten die befragten Unternehmen die zweitgrößte Bedeutung bei.

Die Untersuchung hat auch gezeigt, daß die Unternehmen zwischen Leasing und Kredit scharf trennen. Die Ergebnisse lassen klar erkennen, daß die Attraktivität unserer Leasing-Angebote in der vertraglichen Einheit von Beschaffung, Nutzung und Finanzierung gesehen wird.