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Dementi - aber Gespräche bestätigt


12.01.2001 - 

Verkauft Corel den Linux-Zweig?

MÜNCHEN (CW) - Corel dementiert Gerüchte, wonach es plant, seine Linux-Aktivitäten zu verkaufen. Angeblich spricht das in Geldnöten steckende Softwarehaus mit der Venture-Capital-Firma Linux Global Partners (LGP) über einen Verkauf seiner Linux-Sparte.

Die New Yorker seien bereit, fünf Millionen Dollar in bar für Corels Linux-Zweig zu bezahlen. Außerdem erhielten die Kanadier 20 Prozent an einer von LGP noch zu gründenden neuen Linux-Firma. Weder LGP noch Corel haben die Geschichte explizit dementiert, es aber abgelehnt, die "Spekulationen" zu kommentieren. Corel veröffentlichte auf Anfrage der CW eine Erklärung, wonach das Unternehmen eine Umstrukturierung der gesamten Konzernaktivitäten plant. Die Kanadier bestätigten, "mit mehreren Unternehmen über verschiedene Dinge in Diskussion" zu sein - ohne allerdings Namen und Themen nennen zu wollen. Das Ziel seien "langfristige Profitabilität und Wachstum".

Seit Corel im Oktober 2000 durch eine 135-Millionen-Dollar-Investition von Microsoft knapp vor dem Bankrott bewahrt wurde, reißen Gerüchte um einen Abschied der Kanadier aus der Linux-Welt nicht ab. Schließlich hatte schon im August Corels Chef und wichtigster Linux-Befürworter, Michael Cowpland, seinen Hut nehmen müssen. Sein Nachfolger Derek Burney hatte die Gelder von Bill Gates nur bekommen, weil er sich auf Microsofts .NET-Linie festgelegt hatte. Doch noch auf der Comdex in Las Vegas hatte der neue CEO dementiert, dass Corel den bisher nur Verluste einfahrenden Linux-Bereich verkaufen werde.

Die Holding LGP hat sich in unbekannter Höhe an mehreren jungen Linux-Companies beteiligt. So hat LGP in das GUI-Unternehmen Helix Code des Gnome-Gründers Miguel de Icaza, in die das Wine-Projekt stützende Firma Code Weavers und in Gnumatic (früher GnuCash) investiert.