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08.10.1999 - 

Server-Werk soll abgestoßen werden

Verkauft Siemens Paderborner Produktion an Flextronics?

MÜNCHEN (jm) - Die EU-Kommission hat der Fusion der Computersparte von Siemens mit Fujitsu Europe zugestimmt. Einziger Vorbehalt: Siemens muß sich vom Geschäft mit Kassenterminals und Bankautomaten trennen. Dieses ist bisher im Geschäftsbereich Information and Communications Products (ICP) unter dem Namen Siemens-Nixdorf als eines von fünf Geschäftsgebieten integriert.

Die EU-Kommission scheint angesichts der geplanten Fusion lediglich Bedenken wegen einer möglichen Monopolstellung im ATM-Markt zu haben. Und dies, obwohl Siemens-Nixdorf nicht zur Fusionsmasse gehört, die seit dem 1. Oktober 1999 als Fujitsu Siemens Computers aktiv ist.

Zwischen Siemens und der Diebold Inc., einem führenden US-amerikanischen Hersteller von Bankgeldautomaten, gab es angeblich auch schon unterschriftsreife Verträge für die Übernahme. Allerdings will das bayerische Unternehmen das Geschäftsgebiet Siemens-Nixdorf nur als ganzes veräußern. Die COMPUTERWOCHE erfuhr aus dem Siemens-Konzern nahestehenden Kreisen, daß Diebold nur an den Bankgeldautomaten Interesse hatte, nicht aber an den Kassenterminals. Aus diesem Grund sei kein Vertragsabschluß zustande gekommen.

Diebold zeigt kein Interesse an Kassenterminals

Daneben scheinen Gerüchte konkretere Gestalt anzunehmen, daß die Paderborner Server-Fertigung an den US-amerikanischen Auftragsfertiger Flextronics International aus San Jose, Kalifornien, verkauft wird.

Flextronics ist spezialisiert auf die Auftragsproduktion von elektronischen Geräten für den Medizin-, Consumer-Computer- und Kommunikationsbereich. Nach Angaben des Unternehmens gehören Microsoft, Philips und Johnsons & Johnson zu seinen Kunden.

Daß die Produktionsstätte, in der die "kleinen" BS/2000-Mainframes und die RM-Unix-Server gefertigt werden, an einen Käufer abgegeben werden sollen, ist bekannt. Ein ICP-Sprecher wollte allerdings die der CW vorliegenden Informationen noch nicht bestätigen.

Siemens hatte sich Anfang August 1999 mit Fujitsu Europe grundsätzlich geeinigt, die Computer-Systems-Division aus der ICP-Sparte herauszulösen und in das Joint-venture Fujitsu Siemens Computers einzubringen. Dieses Unternehmen wird als Tochter innerhalb von ICP angesiedelt sein, an dem Siemens und Fujitsu Ltd. je die Hälfte halten.

Neben Fujitsu Siemens Computers existieren innerhalb von ICP die übrigen vier Geschäftsgebiete Communications Devices, Communications Cable, Information Technology Services (ITS) sowie Siemens-Nixdorf. Eben letzterer Bereich muß aber, so die Auflage, aus dem ICP- und damit Siemens-Unternehmensverband herausgelöst werden.