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17.03.2000 - 

Hydraweb-Agenten suchen neue Wege bei Datenstaus im Internet

Verkehrsleitsystem für vielgenutzte Web-Straßen

MÜNCHEN (CW) - Was vor kurzem noch Load Balancing hieß, nennt Hydraweb Technologies jetzt Traffic-Management. Die New Yorker wollen mit ihren Lösungen nun auch deutschen Firmen Wege aus den gefürchteten Datenstaus im Internet weisen und so ihren Umsatz ankurbeln.

Erreichbarkeit wird für mehr und mehr Website-Betreiber zum Knockout-Kriterium. Bei zunehmend komplexeren Installationen erweisen sich Systeme zur Lastverteilung (Load Balancing) der ersten Generation nicht selten als überfordert. Meldet ein Server Nichterreichbarkeit wegen Überlastung, leiten sie in der Regel den gesamten Verkehr zumindest kurzfristig an einen dafür vorgesehenen Backup-Server weiter. Verfügt nun ein Unternehmen über eine ganze Server-Farm mit unterschiedlichen Anwendungen und Anforderungen, so führt das herkömmliche System häufig zu Problemen.

Hydraweb Technologies bietet eine breite Palette von Router-basierenden Lösungen an, die über die reine Lastverteilung hinaus gehen. Die Hydraweb-Familie aus Load Balancern besteht aus drei Systemen, die auf einer einheitlichen Architektur basieren und für verschiedene Einsatzbereiche und Performance-Anforderungen entwickelt wurden.

Das Einsteigermodell "Hydra 900" ist in erster Linie für den Einsatz im Unternehmen selbst gedacht und kostet paarweise (wegen der Ausfallsicherheit) 12000 Dollar. Die von der Frankfurter Niederlassung auf der diesjährigen CeBIT erstmals gezeigten "Hydra 1500" und "Hydra 2500" zählen zur Mercury-Familie und richten sich besonders an Internet-Service-Provider (ISPs) und Application-Service-Provider (ASPs). Das Highend-Gerät von Hydraweb Technologies ist "Hydra-Hydra". Es routet Anfragen an diejenige Server-Farm, die aktuell das beste Antwortverhalten zeigt. Die Lastverteilung innerhalb der Farm erfolgt über einen lokalen Load Balancer.

Die Software ist ein entscheidender Bestandteil der Traffic-Management-Lösungen von Hydraweb. Traditionelle Load-Balancing-Lösungen setzen voraus, dass alle Anwendungen und Inhalte gleichermaßen auf allen Servern innerhalb einer Server-Farm verfügbar sind, es sich also faktisch um replizierte Server handelt. Mit "Logical Content Clustering" hat der New Yorker Anbieter ein Konzept eingeführt, das es erlaubt, mit Hilfe von Softwareagenten Inhalte zu segmentieren. Mehrere Server können dabei auch zu einem Content Cluster zusammengefasst werden, wobei einzelne Server auch mehreren Clustern angehören können. Anfragen werden nun ausschließlich an diejenigen Server weiter geleitet, die zum entsprechenden Content Cluster gehören.

Noch weiter herunterbrechen lässt sich die Lastverteilung mit "Hydra Cookies", das die Priorisierung von Anfragen auf der Basis der besonders im E-Commerce-Bereich weit verbreiteten Cookies ermöglicht. Mit Hydra Cookies sollen Website-Betreiber ihren Besuchern Prioritäten zuordnen und deren Anfragen je nach Priorität auf bestimmte Sites oder spezifische Server leiten können. Damit lassen sich sowohl im Internet wie auch in Intra- und Extranets unterschiedliche Service-Levels realisieren.