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28.01.1994

Verlernen zu verlernen

Die moderne Management-Literatur lebt vom Interesse an Zeitdifferenzen, wonach es etwa aus der Sicht von Vorstandsmitgliedern und Geschaeftsfuehrern stets erst fuenf vor zwoelf ist, waehrend fuer ihre Mitarbeiter die Uhr ablaeuft. Die Parapsychologie muessen wir zur Erklaerung nicht bemuehen, Altersgrenzen fuer Vor- ruhestandsofferten werden von Managern wie ER (der Executive) und ER (noch einer) festgesetzt, von dritten Personen, fuer die diese Regelungen selbstverstaendlich nicht gelten. Nieten in Nadelstreifen sind immer die anderen. Doch Trauerwein will gerecht sein: Unsereiner hat ja im beruflichen Alltagsstress nicht einmal die Zeit, derartige Sachbuch-Bestseller zu lesen, geschweige denn, danach zu handeln. Wuerde ihm in seinem juengsten Business-Re-Engineering-Projekt auch gar nichts nuetzen: Es geht um ein scheinbares Informationsparadox, dass naemlich die Befolgung von Ratschlaegen, wie sie in den Buechern von Management- Gurus enthalten sind, unweigerlich zu einem Fiasko fuehren muss. Das Verlernen dessen, was immer so gemacht wurde - darauf laeuft doch die neue Management-Heilslehre hinaus -, sollte es nicht auch unsere eigene Maxime sein, wenn wir wie gehabt an die Umsetzung von Beratervorschlaegen fuer das IT-Re-Engineering herangehen? Trauerwein weigert sich, diesen Closed-Loop-Gedanken weiterzuverfolgen. Die Berater wollen schliesslich auch leben. Wie schnell kommt man selbst einmal in die Lage.