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20.04.2001 - 

15 Prozent der Stellen gestrichen

Verluste bei Heyde fallen höher aus

BAD NAUHEIM (CW) - Die Probleme beim Beratungshaus und Systemintegrator Heyde AG, Bad Nauheim, sind noch gravierender als erwartet. Das Unternehmen musste nun in einer revidierten Bilanz für das Geschäftsjahr 2000 einen Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) in Höhe von 46,9 Millionen Mark ausweisen.

Noch Anfang März ging man von einem Vorsteuergewinn in Höhe von rund drei Millionen Mark aus - nachdem man die ursprüngliche Ertragsprognose von 37,7 Millionen Mark nach unten korrigiert hatte und Vorstandschef Dieter Heyde in Folge der Gewinnwarnung von seinem Amt zurückgetreten war. Schon zu diesem Zeitpunkt war allerdings von einer möglichen weiteren Verschlechterung des Ergebnisses um rund 32 Millionen Mark aufgrund der "Prüfung anderer bilanzieller Ansätze" die Rede gewesen.

Ausschlaggebend für die Änderungen am Jahresabschluss waren jetzt, wie die Heyde AG mitteilt, unter anderem ein Verzicht auf die Aktivierung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen im Umfang von 6,1 Millionen Mark sowie eine "vorsichtigere Bewertung unfertiger Leistungen" in Höhe von acht Millionen Mark. Gleichzeitig verzichte man "aus strategischen Gründen" auf den Vollzug und die Konsolidierung der Ende vergangenen Jahres angekündigten Akquisitionen der Gifts Software Inc., New York, und der Value Partner GmbH, Frankfurt am Main. Als definitiven Umsatz für das Geschäftsjahr 2000 weisen die Hessen nun 312 Millionen Mark aus, ebenfalls deutlich weniger als die noch im März in Aussicht gestellten 341 Millionen Mark.

Im Zuge der laufenden Restrukturierung habe man inzwischen in Deutschland rund 190 Mitarbeiter entlassen und damit 15 Prozent der Belegschaft abgebaut, heißt es weiter. Betroffen waren die Konzernebene und "ausgewählte Teile" des Systemintegrationsgeschäfts. Die Auslastung habe Heyde durch zusätzliche Umorganisation des Unternehmens verbessern können. Dennoch erwarte man - unter anderem bedingt durch Restrukturierungsaufwendungen - auch im ersten Halbjahr 2001 noch einen deutlichen Verlust.