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20.12.2002 - 

Sanierungsbemühungen vergeblich?

Verluste bei Update weiten sich aus

MÜNCHEN (CW) - Das am Neuen Markt notierte Softwareunternehmen Update Software AG steckt in einer ernsten Krise. Weil der Verlust die Hälfte des Stammkapitals überschritten hat, muss der Gürtel noch enger geschnallt werden.

Die seit mehr als einem Jahr laufende Sanierung des Wiener Spezialisten für Customer-Relationship-Management (CRM) hat einen unrühmlichen Tiefpunkt erreicht: Weil der Verlust Ende November die Hälfte des Stammkapitals von etwas mehr als neun Millionen Euro überstiegen hat, musste die Company eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Diese ist für den 8. Januar angesetzt. Nun soll der "harte Spar- und Sanierungskurs" noch verschärft werden, hieß es.

In der letzten Zeit hatten sich die Anzeichen gemehrt, dass die Umstrukturierung der Company aus dem Ruder läuft. Der CRM-Markt liegt am Boden, das Erreichen der Gewinnschwelle wurde von Update verschoben, und im April 2002 hatte Finanzchef Marcus Mühlberger sein Amt ohne weitere Erläuterungen niedergelegt. Ihm folgte CEO Gerhard Schuberth Anfang November "aus persönlichen Gründen". Beide waren Mitte 2001 für die Sanierung an Bord geholt worden; Schuberth hatte die glücklos agierende Gabriele Rittinghaus als CEO abgelöst.

Sein Nachfolger Thomas Deutschmann muss nun die Anstrengungen intensivieren, um die Firma wieder in die richtige Spur zu setzen. In den ersten neun Monaten des Jahres erwirtschaftete Update eine operativen Verlust von knapp fünf Millionen Euro, der Umsatz stagnierte zum Vorjahreszeitraum bei etwa 11,4 Millionen Euro. Etwas Zeit hat Deutschmann noch: Die liquiden Mittel beliefen sich Ende November auf 5,1 Millionen Euro. Der Breakeven wird nun für das zweite oder dritte Quartal 2003 in Aussicht gestellt. (ajf)