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26.06.1992

Verluste im PC-Systemgeschäft drücken Schneider-Aktie zu Boden

In der Spitze hatte sich die Aktie der Schneider Rundfunkwerke AG gefünftelt. Die Erholungsansätze des Kurses zum Jahreswechsel 1991/1992 sind verpufft. Nach einem operativen Verlust von 140 Millionen Mark im vergangenen Geschäftsjahr ist ein Maßnahmenkatalog aufgelegt worden, der das Unternehmen wieder zu schwarzen Zahlen führen soll. Dazu gehört die Reduzierung des Personalbestandes um 350 Mitarbeiter im vergangenen Herbst und der Abbau von weiteren 300 Beschäftigten bis zum April 1993. Konzernweit waren Ende vergangenen Jahres 1704 Mitarbeiter beschäftigt.

Auch die Vorratsbestände wurden um ein Drittel abgebaut, wobei die Läger im PC-Bereich völlig geräumt werden konnten. Die Konzernverbindlichkeiten wurden bis Mai um mehr als 100 Millionen Mark zurückgeführt.

Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen einen Konzernfehlbetrag von "nur" noch 15 Millionen Mark. Der Vorjahresverlust konnte durch Auflösung von Gewinnrücklagen und Entnahmen aus der Kapitalrücklage ausgeglichen werden. Die Eigenkapitalquote im Konzern sank dadurch von 44 auf 26 Prozent. Der Spielraum für weitere Wertberichtigungen ist also geringer geworden.

Der Löwenanteil des Verlustes der Vergangenheit wurde im Computerbereich erwirtschaftet. Hier stellte sich der Einstieg in das Systemgeschäft als entscheidender Fehler heraus. Dennoch will das Unternehmen weiter "hochwertige, aber preiswerte" Personal Computer fertigen.

Der Vorstandssprecher Hans-Jürgen Thaus verweist in diesem Zusammenhang auf die Erfolge konkurrierender Anbieter wie Vobis, die auf diesem Wege in den vergangenen Jahren erhebliche Markanteile gewonnen hätten. Man geht davon aus, daß man die Rechner in Zukunft um ein Drittel günstiger als bisher wird anbieten können. Die geplante Zusammenarbeit mit NCR Augsburg findet nicht statt.

Für einen Kauf der Schneider-Aktie scheint es immer noch zu früh zu sein. Das wichtigste Ertragsstandbein, die Unterhaltungselektronik, bereitet zusätzliche Sorgen. Verhaltene Nachfrage, volle Läger und rückläufige Preise drücken auf Umsatz und Ertrag.

Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen.. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo. Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.