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19.06.2008

Versatel erwägt weitere Zukäufe von Kabelnetzbetreibern

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Das Telekomunternehmen Versatel AG sieht die am Vortag angekündigte Übernahme des Kabelnetzbetreibers AKF Telekabel TV und Datennetze GmbH (AKF) als "ersten Schritt in einen neuen Markt hinein". Man schaue sich weitere Kabelnetzbetreiber an, sagte der Vorstandsvorsitzende der Düsseldorfer Versatel, Peer Knauer, während einer Telefonkonferenz mit Journalisten am Donnerstag.

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Das Telekomunternehmen Versatel AG sieht die am Vortag angekündigte Übernahme des Kabelnetzbetreibers AKF Telekabel TV und Datennetze GmbH (AKF) als "ersten Schritt in einen neuen Markt hinein". Man schaue sich weitere Kabelnetzbetreiber an, sagte der Vorstandsvorsitzende der Düsseldorfer Versatel, Peer Knauer, während einer Telefonkonferenz mit Journalisten am Donnerstag.

Aufgrund der Übernahme der AKF von der Deutsche Wohnen AG für 30 Mio EUR inklusive Verbindlichkeiten werde man die Jahresprognose beim Umsatz eher auf das obere Ende der bisherigen Spanne von 730 Mio bis 740 Mio EUR anheben, sagte Knauer weiter. Am EBITDA-Ziel für 2008 von 200 Mio EUR halte man fest. Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden werde die in Frankfurt ansässige AKF ab Juli 2008 konsolidiert. Die noch ausstehenden Zustimmung der Wettbewerbsbehörden sei kein Thema.

Künftig könne die im TecDAX gelistete Versatel aber auch "größere Akquisitionen stemmen". Per Ende März habe das Telekomunternehmen über Barmittel von 100 Mio EUR verfügt und könne auf eine Liquiditätsreserve von weiteren 60 Mio EUR zurückgreifen. Für größere Zukäufe stünden darüber hinaus Finanzierungsmöglichkeiten über Eigen- oder Fremdkapital zur Verfügung. Bei einem solchen Schritt sieht Knauer die Unterstützung der Aktionäre als sicher an.

Von den 76.000 Haushalten des Kundenstamms der übernommenen AKF liegen 50.000 im Versatel-Versorgungsbereich, erläuterte der Manager. Durch diese Überlappung ergebe sich ein "nicht unerhebliches Einsparpotenzial für Versatel", so Knauer. Insgesamt bezifferte der Vorstandsvorsitzende die Synergien auf 3 Mio EUR ab 2010. Der Löwenanteil davon entfalle auf den Wegfall der Zahlungen für die Teilnehmeranschlussleitungen an die Deutsche Telekom AG. Versatel sieht die Möglichkeit, ihre Kunden auf das Kabelnetz von AKF umzustellen und so nicht mehr auf das Netz der Telekom angewiesen zu sein.

Neben der größeren Unabhängigkeit von der Deutschen Telekom nannte Knauer als weiteren Grund für den Kauf die höheren Bandbreiten, die durch das Kabelnetz von AKF realisiert werden könnten. Dies sei erforderlich, um auch künftig mit dem Angebot des Wettbewerbers Deutsche Telekom mithalten zu können.

Zudem seien bereits 40.000 Haushalte des AKF-Kundenstamms für das Angebot von Triple Play, also dem gemeinsamen Angebot von Fernseh-, Internet- und Telefondienstleistungen, ausgestattet. Um auch die übrigen 10.000 im Versatel-Versorgungsbereich liegenden Haushalte rückkanalfähig zu machen - Voraussetzung für Triple Play - seien Investitionen von 4,1 Mio EUR notwendig.

Verglichen mit den Kosten für den Gebäudeanschluss ans Glasfasernetzes sei die AKF-Übernahme eine deutlich kostengünstiger und schneller realisierbare Alternative. Schon im Februar hatte Peer Knauer angekündigt, angesichts des steigenden Kostendrucks in der Branche sei es für Versatel günstiger, Kunden anorganisch zu erwerben, als selbst in die Neukundengewinnung zu investieren.

Webseiten: http://www.versatel.de http://www.deutsche-wohnen.de -Von Dorothee Tschampa, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 103; dorothee.tschampa@dowjones.com DJG/dct/jhe

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