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22.04.1977 - 

Magnetbänder im Test:

Verschleiß eingebaut - um Leseköpfe zu schonen

MÜNCHEN (uk) - Wenn pro Woche eine halbe Stunde Rechnerzeit eingespart werden kann, hat sich die Anschaffung eines Magnetbandtesters in etwa zwei Jahren amortisiert. Das rechnet Diplom-Ingenieur W. Gilg in seinem "Test von Magnetbändern beim Benutzer" vor. Er sieht zwar die technischen Möglichkeiten, fehlerlose Magnetbänder zu produzieren und damit das Testen von Bändern überflüssig zu machen, hält aber den Herstellungsmehraufwand für dreimal so dicke Bänder, 100-prozentige Prüfungen beim Hersteller sowie Verwendung von härterem Material für wirtschaftlich nicht vertretbar. So macht man seiner Meinung nach Bänder bewußt weich, um die teuren Schreib/ Lese-Köpfe zu schonen und erhält dadurch einen großen Magnetbandabrieb. Man macht sie möglichst dünn, um große Längen auf einer Rolle unterzubringen, und schafft damit Wellen auf dem Band. Man prüft nur ein Band pro 100 oder pro 500 produzierter Bänder und verkauft so auch fehlerhafte Bänder an den Magnetband-"Verbraucher". Als größtes Risiko prangert Gilg die Welligkeit von Bandkanten an: So seien während des Kontroll-Lesens beim Beschreiben "Buckel" derart gelagert, daß auch die Informationen wiedergelesen werden

können. Wird das Band aber aufgespult und archiviert, würden sich die Buckel "heimtückisch" verschieben, und die Informationen seien nicht mehr "rauszuholen" - Folge: Data-Checks und Rekonstruktionszeiten. Durch richtigen Einsatz eines Magnetbandtesters hält er es für möglich, Wiederholungsläufe nahezu auszuschließen. Wichtige Informationen über den Zustand der Bandkanten, wie Angaben über Wellen, Beschädigungen, Knicke und Dehnungen würden vom Tester schon geliefert, bevor sie einen Datenverlust verursachen. Zu einem "angemessenen Preis" könnten Sicherheitsfaktoren und Risiken bei der Magnetbandverarbeitung ausgeschlossen werden, beschließt W. Gilg sein "Pro-Magnetbandtester-Plädoyer".

Information: W. Gilg, Arabellastraße 5, 8 München 80.