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09.03.1979 - 

Das Konzept bei ähnlich strukturierten Nachbarn abgekupfert:

Verschnaufpause bei der EDV-Einführung

BASEL (ee) - Die Walter Bros AG in Basel ist eine 1973 gegründete Textil- und Schuhhandlung mit Sitz in der Nordwestschweiz. Mehrere Filialen in verschiedenen Städten versorgen den jugendlichen Markt (für 16 bis, 25jährige) mit modisch-preiswerten Artikeln. Ende 78 waren rund 55 Personen beschäftigt. Das Problem der Baseler: Das EDV-System soll einen Teil der Einkaufs-Unsicherheit abbauen und die Verteilungsprobleme lösen.

Die Konzeptanpassung, entstanden durch den Wechsel auf eine kleinere Anlage, und die Anlagen-Auswahl dauerten knapp sechs Wochen.

Die ausgewählte MAI 400 hatte 32 KB, 10 MB auf Platte, einen Matrix-Drucker (165 Z/S) und 2 Bildschirme. Die Gesamtkonzeption umfaßte drei Bereiche die Einführung sollte in drei Stufen stattfinden.

1. Stufe: Einführung des Bereiches Einkauf:

(Tag X + 5 Monate)

- Bestellwesen mit Terminüberwachung,

- Übersicht der getätigten Einkäufe,

- Wareneingang mit Rechnungsprüfung,

- Etikettierung.

2. Stufe: Einführung eines Teils des Bereiches Warenverkehr und eines Teils des Bereiches Statistiken:

- Warenverteilung und -reassortierung,

- Wareneingangskontrolle in den Filialen,

- Verkaufserfassung, Bestandsfortschreibung,

- Bestsellerliste, Größenverteilung etc.

3. Stufe: (Diese Stufe soll nach einer längeren Unterbrechung der Entwicklungsarbeiten eingeführt werden.

Die Unterbrechung war notwendig, um dem Betrieb die Zeit zu geben, die EDV-Einführung zu verdauen, aber auch um genügend statistisches Datenmaterial sammeln zu können.)

- Automatische Orientierung der Filialbestände an den Verkauf,

- Früherkennung der möglichen Trends zum Saisonanfang,

- weitgehende Umsatzanalysen, Verkäuferprämienberechnungen etc.

- Versuch, eventuell langfristige Trends zu erkennen.

Die Bilanz, einige Monate nach Einführung, füllt trotz einiger Hardware-Probleme, vor allem mit dem Drucker, erfreulich positiv aus:

- Der gesamte Warenverkehr inklusive Wareneingang und die Lagerbewirtschaftung, werden von einem Sachbearbeiter überwacht und gesteuert. Diese Arbeit läßt ihm noch Zeit, benötigte Nachbestellungen zu erledigen.

- Der Informationsfluß ist schneller geworden, so erhält mittags das Zentrallager die Reassortierungsanweisung für die am Vortag verkaufte Ware; bereits um 11 Uhr steht eine Zusammenfassung der Vortagsverkäufe zur Verfügung. Eine Liste der Wochenbestseller kann am Montagnachmittag verteilt werden.

- Die Sortimentszusammenstellung für eine neu zu eröffnende Filiale ist unter die Tagesarbeit gefallen.

- Und was vielleicht erwähnenswert ist: Keiner schimpft über den Computer.