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21.02.1986 - 

DV-Praktiker sind als Aushängeschild weniger gefragt, doch:

Versicherungen zahlen überdurchschnittlich gut

GUMMERSBACH (lo) - DV-Führungskräfte sind im Versicherungswesen Spitzenverdiener. Streichen Manager aus anderen Sektoren im Branchenmittel zwischen

30 000 Mark und 130 000 Mark ein, liegt nach Werten einer Untersuchung der Kienbaum-Verfütungsberatung in Gummersbach der Org. - DV-Leiter merklich darüber. Allerdings fehlt ihm häufig jenes akademische Statussymbol, von dem für Entscheider gilt: Der "Dr." macht sich auf der Karriereleiter bezahlt.

Im Durchschnitt bewegen sich die Gehalter der Manager bei den Versicherungsgesellschaften zwischen 90 000 Mark und 110 000 Mark, wobei ein Drittel der Befragten weniger verdient und der Rest in der Vergütung darüberliegt. Nur sechs Prozent erzielt ein Salär von über

140 000 Mark pro Jahr.

Die Gesamtposition "Betriebsorganisation und EDV" sowie diese beiden Teilbereiche - spezielle Erhebungsfelder von Kienbaum - stehen auf der Besoldungsliste oben an. Daten- und Informationsverarbeiter der ersten Ebene beziehen dabei ein jährliches Grundgehalt von 123 000 Mark; die Gesamtbezüge belaufen sich auf 138 000 Mark. Somit plaziert sich der Org.-DV-Leiter als Moneymaker noch vor dem Kollegen aus dem Vertrieb und dessen jährliche 135 000 Mark. Für alle Größenklassen der Versicherungsbranche, so die Gummersbacher Personalberater, gilt: DV-Spezialisten liegen über dem Durchschnittseinkommen.

Für die Leiter der informationstechnischen Abteilungen auf der zweiten Ebene - Betriebsorganisation sowie EDV - beziffert sich das gesamte Gehalt auf 108 000 Mark beziehungsweise auf 104 000 Mark, beides Werte über dem Branchenschnitt. Das gemittelte Grundgehalt für diese Funktionsfelder beträgt 96 000 Mark.

Die Höhe der Vergütung richtet sich, so die Kienbaum-Personalexperten, unter anderem stark nach der hierarchischen Einstufung im Unternehmen. Gehaltsunterschiede von 20 Prozent zwischen der ersten und zweiten Führungsebene sind danach keine Seltenheit.

Auch von der Größe der Gesellschaft hängt die Entlohnung ab. Bei etwa 100 Mitarbeitern finden sich bis zu 40 Prozent weniger auf dem Gehaltskonto der Führungskräfte als in Häusern mit etwa 3000 Beschäftigten.

In 55 Einzeldaten wurden zusätzliche Bestandteile der Vergütung nachgefragt: Höhe der Vergütung, Häufigkeit, Variable, fixer Teil und Gehaltsfortzahlungsregelungen sowie Altersversorgung.

Auch untersuchte Kienbaum die Qualität der absolvierten Ausbildung. In der ersten Ebene unter dem Vorstand - hierzu rechnen "Leitende" wie etwa der Hauptbereichsleiter - kommen in den befragten Gesellschaften 41 Prozent Vollakademiker vor, davon 33 "Titelträger" .

Im Segment DV können Manager zu 40 Prozent einen Hochschulabschluß aufweisen. Von dieser Gruppe wiederum hat indes nur ein Zehntel promoviert.

In der zweiten Ebene beschäftigen Versicherungen bis zu 30 Prozent Vollakademiker. Der Bereich DV liegt dabei mit fünf vom Hundert darunter und kann kaum mit Promovierten aufwarten.

Allgemein finden sich in der zweiten Ebene der Versicherungsunternehmen im Gegensatz zum doppelten Prozentsatz der ersten etwa vier vom Hundert Mitarbeiter mit Doktortitel.

Je höher ein Bewerber steigen will, umso wichtiger wird das Studium für seine Karriere und umso mehr zahlt sich speziell eine Promotion - wie auch bei Industrieunternehmen Usus -, aus. Im Top-Management kippt deshalb das Verhältnis um; an der Spitze treten mehr Promovierte als "normale" Akademiker auf.

Bei den Gesamtbezügen, gemessen nach Ausbildungsabschluß, schlägt der Volksschüler in der ersten Ebene mit 104 000 Mark zu Buche, fixe und variable Bezüge gerechnet; ein Manager mit Abschluß der Mittleren Reife bekommt 113 000 Mark; Entscheider mit Abitur erhalten auch 113 000 Mark; der Fachhochschüler, ist er als Techniker tätig, verzeichnet 119 000 und als Wirtschaftsfachmann 121000 Mark. Der Manager mit akademischen Abschluß wird mit 127 000 Mark abgegolten, mit Promotion steigt sein Einkommen jedoch auf 135 000 Mark. Eine entsprechende Staffelung findet sich auch in der zweiten Eben: dort wertet die Promotion Mann und Gehalt von 108 000 Mark auf 111 000 auf.

Eine besondere Affinität zwischen größeren Unternehmen und Akademikern, konnte Kienbaum feststellen. Zwar sind hier die Qualifikationsschwellen stärker ausgeprägt als bei kleineren Mitbewerbern, dafür korrespondiert aber auch die Höhe des Gehalts. Beliebt sind Promovierte, stehen sie nicht als gesuchte Experten unter Vertrag, in den "Repräsentativ-Shops" .