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14.01.1994

Version 3.0 fuer SunOS und Solaris verfuegbar Die C++-Datenbank Objectstore bekommt ein Smalltalk-Interface

MUENCHEN (qua) - Mit Blick auf den kommerziellen Markt will die Object Design Inc. (ODI), Burlington, Massachusetts, kuenftig neben C++ und C auch Smalltalk unterstuetzen. Kompetenter Mithilfe versicherte sich der Anbieter des objektorientierten Datenbanksystems Objectstore, indem er ein Marketing- und Technologieabkommen mit dem Smalltalk-Spezialisten Parcplace Systems Inc., Santa Clara, Kalifornien, unterzeichnete.

Wie Stefan Rasp, Geschaeftsfuehrer der Object Design GmbH, Wiesbaden, bestaetigt, ist C++ zwar nach wie vor die am weitesten verbreitete objektorientierte Programmiersprache, doch gewinne Smalltalk im Markt fuer kommerzielle Anwendungen zunehmend an Bedeutung. Objectstore ist dafuer konzipiert, Instanzen von C++- Klassen zu speichern. Ein gemeinsam mit Parcplace entwickeltes Interface soll das ODBMS-System in die Lage versetzen, diese Faehigkeit auf Smalltalk-Klassen auszudehnen.

Die Smalltalk-faehige Objectstore-Ausfuehrung wird, so die offizielle Ankuendigung von Object Design, spaetestens zum Ende des laufenden Jahres generell verfuegbar sein. Das Produkt sei zunaechst unter Unix und Windows NT lauffaehig.

Im Rahmen der Kooperation mit Parcplace soll Objectstore in die Entwicklungsumgebung Visual Works integriert werden. Dabei handelt es sich um einen Smalltalk-basierenden Werkzeugkasten, der unter anderem ein Tool zur Erstellung grafischer Benutzeroberflaechen enthaelt.

Durch die Partnerschaft mit Parcplace Systems wird sich ODI allerdings nicht abhalten lassen, selbst einen Graphical User Interface Builder zu entwickeln. "Im kommerziellen Umfeld werden solche Tools immer wichtiger", begruendet Rasp diese Entscheidung. Die Anbieter relationaler Datenbank-Management-Systeme haetten diese Tatsache verstanden und bereits Konsequenzen daraus gezogen. Mit der Verfuegbarkeit des ODI-eigenen GUI-Builders ist ebenfalls noch in diesem Jahr zu rechnen.

Zweites Standbein in Form von Werkzeugen

Offenbar beabsichtigt das Software-Unternehmen ernsthaft, den Status einer One-Product-Company aufzugeben und sich ein zweites Standbein in Form von Entwicklungswerkzeugen zuzulegen. Ganz oben auf der Prioritaetenliste steht dabei auch ein Report-Writer. Nach Angaben von Gene Bonte, Vice-President fuer das Produkt-Management, wird ODI die dafuer notwendige Technologie von einem Fremdanbieter lizenzieren. Dessen Namen will Bonte jedoch bis zur offiziellen Ankuendigung des Tools fuer sich behalten.

Kein Geheimnis ist hingegen, wer das Performance-Werkzeug fuer die ODI-Datenbank entwickelt: Das Tool entsteht in den Entwicklungslabors der IBM, die sich unter anderem durch eine Beteiligung in bislang ungenannter Hoehe bei Object Design engagiert hat (siehe auch Spotlights auf Seite 12).

Last, but not least hat Object Design eigenen Angaben zufolge auch ein Analyse- und Designwerkzeug in der Pipeline. Ko- operationspartner ist hier die texanische Softwareschmiede Proto Soft, Hersteller des auf der Methode von James Rumbaugh basierenden Meta-CASE-Tools Paradigm Plus.

Den Loewenanteil seiner Einnahmen wird ODI aber bis auf weiteres mit Objectstore erzielen. Version 3.0 des ODBMS steht jetzt zur Auslieferung bereit - zumindest fuer SunOS und Solaris, waehrend die Ausfuehrungen fuer HP-UX, Ultrix und AIX sowie OS/2, Windows NT und Netware voraussichtlich erst im April zu haben sein werden.

Die neue Objectstore-Version zeichnet sich laut Anbieter vor allem durch die Faehigkeit zum Online-Backup sowie durch einen reduzierten Speicherbedarf aus. Zudem seien die bisherigen Beschraenkungen bei der Kommunikation zwischen unterschiedlichen Client-Systemen aufgehoben worden. Neu ist auch eine Schnittstelle fuer die dynamische Typ-Erstellung, mit der sich zur Laufzeit neue Datentypen erzeugen lassen.