Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

30.10.2008 - 

3 Fragen - 3 Antworten

Verständnislücke

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.

CW: Sie fordern eine neue Arbeitsteilung zwischen Business und IT. Was läuft denn falsch?

MARTIN: In den meisten Unternehmen ist es immer noch ein Problem, eine fachliche Anforderungsanalyse sauber in ein technisches Design zu überführen. Die Ansätze traditioneller Geschäftsprozessmodellierung geben das nicht her.

CW: Wie soll die neue Kooperation aussehen?

MARTIN: Wir müssen im fachlichen Design von Anwendungen eine Sprache benutzen können, die sowohl von der IT als auch von den Fachabteilungen verstanden wird. Bisher dachte man, die Sprache der Geschäftsprozesse eigne sich dafür. Dabei wurde auf die Business Process Modeling Notation (BPMN) viel Wert gelegt. Das aber geht nicht weit genug. In meinen Untersuchungen bin ich auf Ansätze mit Ontologien gestoßen. Der Begriff ist in der IT zwar nicht sehr geläufig. Praxisbeispiele zeigen aber, dass es im Kern darum geht, eine Semantik auf der fachlichen Ebene zu finden, mit deren Hilfe wir die Umsetzung in der IT schaffen und damit die Verständnislücke zwischen fachlichem und technischem Design aufheben.

CW: Das Versprechen, Fachanwender könnten Geschäftsprozesse in einer Form definieren, aus der sich automatisch Programmcode erzeugen lässt, konnten IT-Anbieter bisher nicht einlösen. Warum soll es diesmal klappen?

MARTIN: Man braucht für eine Anwendung ja nicht nur ein Prozessmodell mit einer Ablauflogik, sondern auch ein Datenmodell, Geschäftsobjekte und Regeln. In einem neuen Ansatz mit einer Ontologie können wir Prozesse und Geschäftsobjekte zusammenbringen. Daraus entstehen Systeme, aus denen sich dann tatsächlich Code generieren lässt. (wh)