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Arbeitsmarkt


16.07.1999 - 

Verstummte Skeptiker

Anfang dieses Jahres hoben die Krankenkasse AOK und das Softwarehaus sd&m ihr Joint-venture aus der Taufe. Von sd&m-GEschäftsführer Burkhard Kehrbusch wollte Ingrid Weidner* wissen, ob noch weitere Kooperationen dieser Art geplant sind.

CW: Wie verlief die Kooperation mit der AOK bisher?

Kehrbusch: Momentan befinden wir uns noch in der Aufbauphase, die Stimmung ist sehr gut. Den Skeptikern innerhalb von sd&m zeigen die ersten guten Ergebnisse, daß die Kooperation eine glückliche Entscheidung war.

CW: Was passiert, wenn in einigen Monaten die Aufbruchstimmung dem Arbeitsalltag weicht?

Kehrbusch: In einem Jahr möchten wir neue Aufgaben definieren und lösen. Eine besondere Herausforderung liegt darin, die DV-Strategie der AOK fort- und neue Technologien einzuführen.

CW: Ist die neue Kooperationsform eine Testphase für künftige Merger-Bestrebungen bei sd&m?

Kehrbusch: Wir werden diesen Weg behutsam gehen. Wir müssen zuerst die inhaltliche Aufbauphase schaffen. Wir haben dabei so viel gelernt, daß wir uns grundsätzlich zutrauen würden, so etwas ähnliches noch einmal zu machen. Allerdings nicht gleichzeitig fünf Kooperationen dieser Art.

CW: An der AOK-Systems sind Sie nicht finanziell beteiligt. Könnten Sie sich vorstellen, in anderen Fällen auch Kapitalbeteiligungen einzugehen?

Kehrbusch: Das würde ich nicht ausschließen. Eine finanzielle Beteiligung würde unterstreichen, wieviel Verantwortung wir für das Vorhaben übernehmen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen der AOK ließen allerdings keine Kapitalbeteiligung zu.

CW: Schließen sich nach den Industrieunternehmen jetzt die Softwarefirmen zusammen?

Kehrbusch: Outsourcing im Softwarebereich gibt es schon seit ein paar Jahren. Wir haben uns bisher nicht beteiligt. Wir wollten unsere Firmenkultur, die auf Projekt- statt Linienarbeit basiert, nicht verwässern.

CW: Warum hat sd&m gerade mit der AOK kooperiert?

Kehrbusch: Da die AOK zu den größten Organisationen im Gesundheitsbereich zählt, ist es eine besondere Herausforderung für uns. Uns interessieren komplexe Projekte.