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22.05.1992

Verteilung: Mut zahlt sich aus

Technologieschübe bedeuten für die Anwender meist einen tiefen Griff in die Tasche. Nach der Umstellung von hierarchischen Datenbanksystemen auf das Relationenmodell steht nun die Verteilung der Daten und Anwendungen an. Sollen sich die User diesem neuen DV-Konzept stellen?

Selbstverständlich, wenn es nach dem Willen der Hersteller geht. Informix und Co. sind stolz darauf, mit der Implementierung des Two-Phase-Commit-Protokolls die wichtigste technische Hürde auf den Weg zur verteilten Datenverarbeitung genommen zu haben. Nur mit diesem Protokoll läßt sich die Datenintegrität in verteilten Umgebungen garantieren.

Im Prinzip überwiegen auch auf Anwenderseite die Vorteile. Verteilte Datenbanken unterstützen den Trend zum Downsizing: Wer seine Daten auf mehrere Systeme aufteilt, spart sich möglicherweise einen Großrechner und die damit verbundenen Kosten. Doch die emotionale Hemmschwelle ist hoch. Schließlich gibt es dem Datenbank-Administrator das beruhigende Gefühl von Sicherheit, genau zu wissen, auf welchem Physikalischen Plattenspeicher seine Daten lagern. Auch die bisher bekannten Anwendungen überzeugen nur zum Teil.

Allerdings sollte weder das dringende Verlangen nach Kostensenkung noch übertriebene Vorsicht den Blick trüben. Das Two-Phase-Commit-Protokoll ist noch nicht alles. Wie immer steckt der Teufel im Detail. Noch sind die Hersteller und die Standardisierungsgremien wie ISO oder die SQL Access Group vollauf damit beschäftigt, die Schnittstellen der verschiedenen Datenbanksysteme unter einen Hut zu bringen. In Kürze, so versichern Fachleute, sollen allerdings ausreichend viele Standards geschaffen sein, um ohne allzu großes Risiko in die verteilte Datenhaltung einsteigen zu können. gfh