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Recht im Internet/Kommentar


10.11.2000 - 

Vertrauen ist wichtiger als Kundenspionage

Wenn Otto Normalverbraucher wüsste, was mit seinen Daten geschieht, er würde keine Maus mehr anklicken. Die technischen Möglichkeiten, Kundenprofile zu erstellen, sind für die im Web agierenden Anbieter schier unerschöpflich. Data Warehousing und Data Mining lassen in diesem Zusammenhang grüßen und treiben den Datenschützern die Zornesröte ins Gesicht.

Ihre Befürchtungen kommen nicht von ungefähr. Personalisiertes Marketing heißt das Schlagwort, das Anbieter mehr und mehr animiert, möglichst exakte Kundenprofile zu generieren, um den Konsumenten gezielt mit Produkten zu adressieren. Wie groß dabei die Versuchung ist, die Grenze zwischen der anonymen und personenbezogen Datensammlung zu überschreiten, sei dahingestellt. Die Grauzone ist jedenfalls immens und der Verdacht des Missbrauchs nicht unbegründet. Wie soll ein Surfer auch zu Herstellern oder Dienstleistern Vertrauen haben, die hinterrücks Cookies und andere Tools auf seinem PC einschleusen, um sein Klickverhalten auszuspionieren?

Vertrauensbildende Maßnahmen tun also dringend Not. Im Fall der Anbieter bedeutet dies eine absolut transparente Informationspolitik gegenüber dem Verbraucher. An dieser Stelle wird generell der Ruf nach dritten Personen - sprich neutralen Instanzen - laut, die für mehr Transparenz und Sicherheit im Internet sorgen. Die Rede ist zum Beispiel von Infomediaries, die vom Privatkunden autorisierte Daten in Pools für Anbieter vorhalten, aber auch von Trust-Centern, die sichere Zahlungsströme im E-Commerce garantieren. Außerdem sind auch Gesetzgeber und Rechtsprechung gefragt, dem Verbraucherrecht auf die Sprünge zu helfen. Die Kinderkrankheiten, die der E-Commerce noch mit sich bringt, könnten dadurch weitgehend geheilt werden. Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut. pg