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30.03.1990

Vertrauensbildende Maßnahme

Bislang sickern erst tröpfchenweise Nachrichten über die Zukunft des vermeintlich neuen bundesrepublikanischen Hoffnungsträgers SNI durch. Sicher scheint bislang nur, daß am 17. April die Kulissenschieber des Berliner Kartellamtes die Bühne freimachen für den ersten Akt eines deutschen Spektakels. Anders als im wahren Theater-Leben weiß jedoch bei Siemens-Nixdorf noch niemand, wird's ein bürgerliches Trauerspiel, eine Gruselstory oder gibt's vielleicht gar eine Hollywood Happy Hour.

Die Kunden und Anwender harren gezwungenermaßen der Dinge, die da möglicherweise gar nicht kommen. Eigentlich wären die Paderborner und Münchner ihnen gegenüber in der Bringschuld. Doch man schiebt alles auf Berlin. Solange da kein weißer Rauch aufsteigt, signalisieren auch die Verlobten respektive deren Kardinäle nicht, wo's lang geht.

Zwischendurch will man aber doch Zeichen setzen, damit wenigstens die Kunden nicht von dem Glauben abfallen, den die Nixdorfer selbst - interpretiert man die Stimmung auf der CeBIT richtig - schon verloren haben.

Deshalb wird Tandems aktuellstes fehlertolerantes RISC-System in die eigene Angebotspalette aufgenommen. Mit Unix, Mips-CPUs und Fehlertoleranz baut man auf sich etablierende Standards.

Doch der Anwender setzt -man sieht's bei Big-Blue-Kunden- auf Sicherheit. Und die hat er als Nixdorfer momentan noch nicht. Ob die Targon-Serie bei Nixdorf in Zukunft fortgesetzt werden wird, ist -trotz ihrer unbestrittenen Qualitäten - nicht klar. Fehlertoleranz in der Hardware also: ja; in der vielzitierten Firmen"philosophie": nein. jm