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17.01.1975

Verursachungsgerechtes Job-Accounting braucht eine "Errechnete Laufzeit."

Nur ein Drittel der Anwender so ergab gut vor Jahresfrist die Logon-Report-Umfrage nutzten die Job Accounting-Routinen der Betriebssysteme. Und was heißt hier "nutzen" ?

Die Auswertung der Job Accounting-Daten kann einem verbesserten System-Management dienen, zum anderen, wenn die Laufzeiten und Zahlenangaben mit Preisen versehen werden, eine verursachungsgerechte Kostenverrechnung mit den Fachabteilungen ermöglichen.

In beiden Fällen ist es irrig, nur die gemessenen CPU-Zeiten als Maßstab für Systembelastung und Weiterverrechnung zu wählen. Immerhin entfallen auf die Peripherie rund 50 Prozent der Hardware-Kosten.

Ganz und gar nicht verursachungsgerecht ist es, die Verweilzeiten zu nehmen, die in jedem Multiprogramming-Environment für die gleichen Jobs unterschiedlich sind.

Die Lösung des Problems wurde für IBM-Maschinen im SMF-Arbeitskreis des deutschen GUIDE gefunden. Die Job Accounting-Meßdaten sind. nach drei Kategorien zu bewerten:

Nach Anzahl der E/A-Operationen beziehungsweise der Zugriffe werden die gemeinsam genutzten Resourcen wie Platten, Bänder, Drucker etc. berechnet. Der Preis ergibt sich aus den Mieten für solche Shared Units und die entsprechenden Kanal-Einheiten, geteilt durch die durchschnittliche Gesamtzahl der Operationen. Alle exklusiv beanspruchten Systemkomponenten werden nicht nach Mengen sondern auf Zeitbasis verrechnet. Die Zeit exklusiver Beanspruchung der Zentraleinheit liefert das Job Accounting. Der Preis ist Miete durch "reine CPU-Zeit". Wie aber belegten Hauptspeicher, wie exklusiv beanspruchte Bandeinheiten und dergleichen verrechnen? Die Verweilzeit ist nicht verursachungsgerecht. Die CPU-Zeit ist offensichtlich zu kurz.

Die Guide-Lösung führt eine zusätzliche Größe ein, die "Errechnete Laufzeit". Dies ist die Zeit, die ein Jobstep benötigt hätte, wenn er ganz allein auf der Anlage abgearbeitet worden wäre. Sie ergibt sich aus gemessener CPU-Zeit plus der Zeit, die sich errechnet, wenn die Summe der E/A-Operationen eines Jobsteps multipliziert werden mit der durchschnittlichen Wait-Zeit für die Beendigung einer E/A-Operation. Dafür kann diese durchschnittliche Wartezeit für jedes System aus von Job Accounting aufgezeichneten Häufigkeitsverteilungen der Wait-Zeiten über ein Quartal ermittelt werden.

Ein Riesenaufwand? Sicherlich, immerhin aber in mehreren Dutzend Rechenzentren hierzulande bereits realisiert. Bekanntlich lohnt es sich, Guide-Mitglied zu sein. Die entsprechende Software und andere SMF-Auswertungspakete tauschen die Guide-Firmen untereinander kostenlos aus. Aber auch Eigenentwicklung oder der Kauf von Standard-Software dürfte sich bald amortisieren. Allerdings, nicht alle der angebotenen Pakete arbeiten nach diesem Verfahren.