Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Peerless und Gadzoox nutzen vorhandene Standards


04.02.2000 - 

Verzeichnisdienste steuern Speichernetze

MÜNCHEN (CW) - Kleine und mittlere Anbieter von Speichernetzen versuchen, ihre Verwaltungs-Tools in Verzeichnisdienste wie "Novell Directory Services" (NDS) und Microsofts "Active Directory" einzubinden. Viele Analysten befürworten diese Strategie, glauben aber, dass die Entscheider in den Unternehmen keine weiteren Gelder für die Speicher-Tools lockermachen werden.

Unternehmen wie Peerless Systems oder Gadzoox Networks, die Komponenten für Speichernetze anbieten, wollen die damit verknüpfte Verwaltungssoftware in Verzeichnisdienste integrieren. Dienste wie NDS oder Active Directory, das Bestandteil von Microsofts Windows 2000 sein soll, dienen dazu, Informationen über Anwender und Ressourcen in einem Netz effizient zu verwalten.

Mit den in Kürze zu erwartenden Produkten von Peerless und Gadzoox soll ein Zugriff via NDS auf Network-Attached-Storage-(NAS-)Geräte und Fibre-Channel- (FC-)Switches möglich sein. Die Funktionen umfassen Verwaltung der Zugriffsrechte, Kontrolle des Datenflusses und der Leistung sowie Konfigurations- und Sicherheits-Features. Andere Unternehmen aus der Speicherbranche wie Crossroads Systems oder San Castle Technologies arbeiten zusammen mit Microsoft und Novell an den gleichen Zielen.

Nach Ansicht von Analysten könnte diese Lösung die Speicherverwaltung wesentlich vereinfachen. Jedoch werde befürchtet, die Entscheider in den Unternehmen seien nicht bereit, mehr Geld in die Speicherinfrastruktur zu investieren. Dies könnte sich nach Ansicht von Robert Gray, Analyst der International Data Corp. (IDC), bald rächen. Der Fokus der IT-Verantwortlichen liege zur Zeit auf den Dateisystemen. Das Management der Speicher über Verzeichnisdienste stehe augenblicklich nicht auf der Liste.

Allerdings müssten die DV-Verantwortlichen angesichts der rasant wachsenden Datenmengen schnell ein Bewusstsein für Speicherprobleme entwickeln, fordert Gray. Dann würden sie auch die großen Vorteile einer Verwaltung über Verzeichnisdienste erkennen, wie zum Beispiel das zentrale Management des Netzes inklusive Speicher.

Die Stolpersteine auf dem Weg dorthin setzt sich die Speicherindustrie selbst. So versuchten laut Rick Villars, ebenfalls Analyst bei IDC, die großen Anbieter von Storage Area Networks (SANs) Dinge neu zu erfinden, die in der Netzbranche seit Jahren Standard sind, und auf denen die Speicheranbieter ohne weiteres aufbauen könnten. Dazu gehört beispielsweise das Lightweight Directory Access Protocol (LDAP). Die kleinen Firmen wie Peerless oder Gadzoox bauen dagegen mit ihren Produkten auf vorhandenen Standards auf. Wer sich am Ende durchsetzen wird, steht derzeit noch in den Sternen.