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19.05.1978 - 

Anwenderbericht Superland-Verbrauchermarkt, EbensfeldOberfranken:

Via Bildschirm im Office das Lager im Griff

EBENSFELD/AUGSBURG (CW) - Der Superland-Verbrauchermarkt in Ebensfeld/Oberfranken hat 1977 mit fünf Filialen und zwei Drogeriemärkten 25 Millionen Mark umgesetzt. In diesem Jahr sollen es 40 Millionen werden. Um diesen Sprung zu schaffen. setzt Superland-Chef Wolfgang Dumproff auf ein entscheidenden Hilfsmittel: die EDV.

Rund 200 000 Mark kostete die Erstausstattung: NCR-Computer 8200 plus Programmsystem " Zentralverwaltung und Filialüberwachung" von der ROP Software GmbH, München; damit hat Wolfgang Dumproff seinen Betrieb jetzt jederzeit voll im Griff: "Ich war überrascht, als ich die ersten EDV-Statistiken zu sehen bekam. Da erfuhr ich zum erstenmal, wie viele Artikel wir bisher ohne ausreichende Spannen verkauft hatten."

Das ist inzwischen Vergangenheit. Dumproffs Betriebsübersicht ist jetzt lückenlos.

Superland beschäftigt in der Zentrale, im Lager und in den Filialen 104 Mitarbeiter.

Das Lager mit einer Grundfläche von 1400 qm faßt rund 8000 Artikel, vorwiegend Markenartikel, die im Discountstil angeboten werden. Die tägliche Versorgung der Filialen erfolgt zu 90 Prozent von Ebensfeld aus. Drei firmeneigene Fahrzeuge sind ständig auf Achse. Kommissioniert wird auf "Rolltainern". Zehn Mitarbeiter bewältigen die Arbeit in Zentrale und Lager. Der Betrieb brachte 1977 einen Pro-Kopf-Umsatz von 250 000 Mark.

EDV Kapazität voll genutzt

"Zentralverwaltung und Filialüberwachung" heißt das Programmpaket, das von der ROP Richter, München (ROP = Rechenzentrum, Organisation, Programmierung), entwickelt wurde und das bei Superland zum erstenmal angewendet wird. Die Vorbereitungen auf die Installation der NCR 8200 erforderten knapp sechs Monate. Während dieser Zeit besuchte ein Mitarbeiter im NCR-Bildungszentrum in Augsburg zwei Kurse (eine Woche Systemkenntnisse, eine Woche Operating). Eine Mitarbeiterin wurde angelernt; sie ist jetzt voll und ganz im EDV-Raum tätig. Der andere Mitarbeiter wendet 50 Prozent seiner Arbeitszeit für die EDV auf. Programmierkenntnisse sind bei beiden Mitarbeitern nicht erforderlich. Die Übernahme der einzelnen Arbeitsgebiete auf die EDV-mäßige Bearbeitung erfolgte phasenweise. Seit Januar wird die Kapazität der jetzigen Anlage voll genutzt.

Bestellung nach Ordersätzen

Hauptteil der EDV-Anwendung ist die Zentrallager- und Filialüberwachung. Das Programm bringt dem Unternehmer den sofortigen Überblick über den Lagerbestand sowie über den von den Filialen erzielten Umsatz mit den für jeden Artikel ausgedruckten oder über den Bildschirm abrufbaren Ertragsspannen. Kurz geschildert arbeitet das Zentrallager- und Filialüberwachungsprogramm folgendermaßen:

Sämtliche Artikel sowie deren Einkaufs- und Verkaufspreise sind auf Platte gespeichert. Die Filialen bestellen über die vom Computer vorgedruckten, mit Dispositionsstreifen versehenen Ordersätze. Die Bestellungen werden über Bildschirm eingegeben. Der Computer druckt die Packliste. Das Lager ist entsprechend der Artikelnumerierung/ Lieferanten angelegt. Die Kommissionierung erfolgt in aufsteigender Reihenfolge der Artikelnummern. Mit der Packliste, die mit der bestellten Ware zur Filiale geht, erhält die Filiale gleichzeitig eine Rechnung. Alle ausgelieferten Waren sind in der EDV erfaßt. Damit auch die im Lager sowie in den Filialen vorrätigen Artikel. Vergleiche zwischen Ein- und Verkaufspreisen sind jederzeit möglich.