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16.12.1998 - 

Normung für Rechnerverbünde in Sicht

VIA: Die Architektur für Intel-Cluster?

MÜNCHEN (CW) - Hersteller und Anwender versuchen, Intel-basierte Server im Rechenzentrum zu etablieren. Dazu muß jedoch eine hohe Ausfallsicherheit garantiert werden. Der vorherrschende Wildwuchs verschiedener proprietärer Cluster-Technologien soll nun etwas vereinheitlicht werden.

Nach wie vor sind Mainframe-Systeme die stabilsten Architekturen. Ihre Betriebssicherheit wird mit 99,9999 Prozent, umgerechnet also 30 Sekunden Ausfallzeit pro Jahr, beziffert.

Intel-basierte Server sind weit davon entfernt. Der einzige Weg, auf Basis dieser Architektur geringere Ausfallzeiten zu erreichen, ist der Verbund mehrerer Systeme zu einem Cluster, so daß der Ausfall einzelner Systeme den Betrieb nicht beeinträchtigt. Dazu ist ein schnelles Netzwerk nötig, das neben der Kommunikation zwischen den Knoten auch den Zugriff auf zentrale Speichersubsysteme übernehmen kann. Dieses "System Area Network" (SAN) muß einen hohen Datendurchsatz bei geringen Antwortzeiten erreichen. In diesem Bereich gibt es weder genormte Topologien noch einheitliche Schnittstellen zwischen Hard- und Software.

Die Virtual Interface Architecture (VIA) von Intel, Microsoft und Compaq soll hier einen Standard setzen. Die Norm bietet dem Betriebssystem und Anwendungen den schnellen Zugriff auf einzelne Elemente eines SANs, ohne daß sie dabei den Umweg über einen komplexen Protokoll-Stack gehen müssen.

Einen entscheidenden Schritt zur Standardisierung unternimmt Compaq. Das bislang proprietäre "Server Net" wird an die Vorgaben der VIA angepaßt. Microsoft wird ein VIA-Interface in Windows 2000 integrieren. In Kooperation mit Compaq entsteht zudem die Software-Schnittstelle "Winsock/SAN", die auch bestehenden Netzwerkapplikationen den Zugang zu SAN-Ressourcen ermöglichen wird. Daß VIA keine "Microsoft-only"-Technologie sein wird, beweist die SCO-Ankündigung, ab dem Jahr 2000 eine VIA-fähige Version des "Unixware 7 Non-stop-Servers" herauszubringen. Die Ausfallsicherheit dieser Architektur unter Windows NT wird jedoch von den Herstellern nur mit Quoten von 99,5 bis 99,9 Prozent beziffert.