Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

01.06.2001 - 

British Telecom setzt eigenen Mann an die Spitze

Viag-Interkom-Chef tritt ab

MÜNCHEN (CW) - Maximilian Ardelt (61), Chef von Viag Interkom, scheidet mit sofortiger Wirkung bei der British-Telecom-Tochter aus. Gleichzeitig erklärte Hans-Burghardt Ziermann (47) als Vorstand für das operative Geschäft (COO) seinen Rücktritt.

Zum neuen Chief Executive Officer (CEO) bei dem Münchner Carrier wurde Keith Cornell berufen. Der Manager war bislang President für das Europa-Geschäft der Mobilfunkeinheit BT Wireless, zu der Viag Interkom seit Anfang dieses Jahres gehört. Davor arbeitete Cornell bei Firstmark Communication, Vodafone und Airtouch, wo er für das Mobilfunkgeschäft in Südeuropa zuständig war.

Der Ausstieg von Ardelt komme nicht überraschend, hieß es aus unternehmensnahen Kreisen. Es sei ein offenes Geheimnis gewesen, dass der Topmanager mit dem zunehmenden Verlust der Eigenständigkeit von Viag Interkom nicht einverstanden war. Nachdem BT den deutschen Telekommunikationsanbieter im Februar komplett übernommen hatte, versuchte der englische Mutterkonzern, Viag Interkom an die kurze Leine zu nehmen. Zudem entging dem Mobilfunkbetreiber kurz nach Bekanntgabe der Geschäftsstrategie von CEO Ardelt die Chance, seine Infrastruktur zu refinanzieren, da der Konkurrent E-Plus beim Abschluss milliardenschwerer Kooperationen mit den Marktneulingen 3G und Mobilcom schneller war.

Ardelt wird seinem Nachfolger Cornell hierzulande anfangs noch beratend zur Seite stehen. Der Wechsel an der Spitze bei Viag Interkom geschieht zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn BT bemüht sich derzeit darum, mit dem Verkauf von Unternehmensanteilen im Wert von 9,6 Milliarden Euro seinen enormen Schuldenberg zu reduzieren. Die Anleger quittierten die Nachrichten aus Deutschland prompt: Das BT-Papier fiel Anfang vergangener Woche um 5,1 Prozent und notierte an der Londoner Börse bei 458,50 Pence.