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05.11.1976 - 

Personalpolitik auf Dänisch

Viel Geduld erforderlich

KOPENHAGEN - "Die Ausbildung entfernt weder alle alten Probleme im Betrieb noch verhindert sie das Entstehen von neuen Problemen. Aber sie kann es einfacher machen, Probleme anzugehen", berichtet Personalchef Ingvard M. Bossen von der Datacentralen in Kopenhagen. Bei der Zentrale sind DV-Organisatoren ("Planer" genannt), Programmierer und Operatoren beschäftigt.

Planer, Programmierer und Operatoren

Die Planer werden in der Regel ohne vorausgehende EDV-Kenntnisse eingestellt und machen eine zweijährige Ausbildung bei der Datacentralen durch.

Die Programmierer und Operatoren werden nach Beendigung der öffentlichen ein- oder zweijährigen Ausbildung als EDV-Assistenten angestellt. Die ergänzende Schulung der Zentrale dauert ein Jahr und umfaßt eine Einführung in die dort angewandten Methoden und Standards.

Eine Weiterbildung ist für alle Mitarbeiter möglich, für die Programmierer vorgeschrieben, damit sie neue Programmiermethoden kennenlernen. Die Zentrale bietet darüber hinaus den qualifizierten Mitarbeitern die Möglichkeit, vom einen zum anderen EDV Beruf überzuwechseln.

Leitertraining seit sechs Jahren

Seit 1970 führt Datacentralen ein systematisches "Leitertraining" durch. Zumindest mußten alle Abteilungs- und Gruppenleiter an zwei Kursen teilnehmen, die über Führungsverhältnisse, Zusammenarbeit und die Kommunikationsmöglichkeiten informieren sollten. Parallel zu diesen Seminaren wurde für die restlichen Mitarbeiter ein "Zusammenarbeitskursus" durchgeführt. Er sollte den Mitarbeitern die nötigen Kenntnisse vermitteln, damit sie gemeinsam mit ihren Vorgesetzten Entscheidungen treffen können. Bei der Auswahl wurde darauf geachtet, daß die Teilnehmer eines Kurses in der täglichen Arbeit möglichst wenig miteinander zu tun hatten und daß sie - auf Wissen sowie Erfahrungen bezogen - einen repräsentativen Querschnitt bildeten.

In der nächsten Phase nahmen die Mitarbeiter an einem Seminar teil, das speziell ihre eigene Arbeitssituation betraf. Für die zweitägigen Veranstaltungen wurden die Teilnehmer so ausgewählt, daß sie enge Arbeitsbeziehungen zueinander hatten - und somit auch eine gemeinsame Zielsetzung.

Als eine weitere Stufe führte die Zentrale für 200 Programmierer ein "Personalentwicklungssystem" ein. Dabei wurden die Fähigkeiten, Begrenzungen und Neigungen des einzelnen Mitarbeiters untersucht und festgestellt, in welchem Umfang sie realisiert werden können: Die Fähigkeiten des Mitarbeiters sollen langfristig auf jedem Arbeitsplatz bestmöglich ausgenutzt werden.

Geduld ist sehr nötig", erklärt dazu der Personalchef. Der Abstand zwischen Mitarbeiter und Leiter sei bei der Datacentralen kleiner geworden: "Der Leiter muß heute öfter zu Entschlüssen verhelfen als selbst Entschlüsse fassen."