Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

27.02.1987 - 

Diebold stellt deutschen Unternehmern schlechtes Zeugnis aus:

Viele Anwender planen ihre DV ins Blaue

FRANKFURT (vwd) - Die Planung der Investitionen in informationstechnische Produkte entbehrt bei den meisten Unternehmen einer soliden Grundlage. Dieses peinliche Fazit zog jetzt die Diebold Deutschland GmbH aus einer Untersuchung bei 130 Anwenderfirmen.

In vielen der befragten Betriebe offenbarten sich den Diebold-Beratern eklatante unternehmerische Fehlleistungen. So bekannten 60 Prozent der Interviewten, bei ihnen gebe es keine mittelfristige Rahmenplanung. Ferner hätten sich zwischen der Kapazitätsplanung und der tatsächlichen Entwicklung der Hardware-Kapazitäten in der Vergangenheit beträchtliche Diskrepanzen aufgetan.

Im einzelnen zeige sich, so Diebold, daß 20 Prozent der Unternehmen ihren künftigen Bedarf an DV-Kapazität ausschließlich auf der Basis von Vergangenheitswerten ermitteln. Mit dieser Methode projiziere man jedoch überholte Tendenzen in die Zukunft. Die Entwicklung von neuen Geschäftsbereichen bleibe dabei völlig unberücksichtigt. Die Fachabteilungen würden nur unzureichend oder gar nicht in den Planungsprozeß einbezogen.

Die Abweichungen zwischen den zugrunde gelegten durchschnittlichen Zuwachsraten und der echten Zunahme sei bei fast allen Hardwarekategorien erkennbar, berichten die Frankfurter Marktforscher. Und obwohl die gesamte Rechnerkapazität zwischen 1980 und 1985 jährlich um mehr als die Hälfte aufgestockt worden sei, machten die Anwender für die Jahre bis 1990 ein Plus von nur 27 Prozent zur Basis ihrer Voranschläge. Diebold zieht den Schluß, daß die DV-Abteilungen damit den anstehenden Aufgaben nicht wer den beikommen können.