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04.07.1986

Viele Chips - wenig Jobs

In Großbritannien hat sich in der vergangenen fünf Jahren die Zahl der Unternehmen, die Mikroelektronik in Produkten und bei

Produktionsprozessen einsetzen mehr als verdoppelt.

Riesenhubersche Euphorie über rationelle Technologie scheint den englischen Business-Men seit kurzem indes einigermaßen fremd. Ihr

unternehmerisches Fortschrittsdenken begleitet nämlich eine weniger

erfreuliches Tatsache: Ging doch mit ihn ein beschleunigter Arbeitsplatzabbau, besonders für weibliche Beschäftigte und ungelernte sowie weniger qualifizierteKräfte einher.

Eine Studie des Londoner Policy Studies Institute aus dem Vorjahr weist aus, daß seit Einführung der neuen Technik in dem Segment Herstellung eine Abnahme um 89 000 Arbeitsplätze im Zeitraum von 1983 bis 1985 zu verzeichnet war. Auch in den vorhergegangenen zwei Jahren gingen bereits 34 000 gestrichene Stellen auf das Konto der Chips-Technik. diese rapide Entwicklung, die sich noch mit etwa 30 000 Stellenreichungen in den nächsten zwei Jahren fortsetzen werde, habe die englische Industrie nach Meinung der Londoner Marktanalytiker indes nicht erwartet.

Der Verlust von Arbeitsplätzen auf der einen Seite wird zudem, wie auch in anderen Industrienationen zu beobachten, begleitet von einem Mangel an Experten aus dem Bereicht neue Techniken. Fast die Hälfte aller befragten 1200 englischen Unternehmen sehen hierin die Ursache für eine verzögerte Unternehmensentwicklung.

Trotzdem herrscht auf der Aufbruchstimmung. Vor allem große, nichtbritische Unternehmen, weist die Studie aus, favorisieren den Einsatz der Mikroelektronik. Zu finden sei die neue Technik bisher hauptsächlich im Produktionsprozeß, weniger in den Produkten selbst. Dies werde sich jedoch wandelt. So sollen, Voraussagen nach, nächstes Jahr elf Prozent der britischen Produktion Chips enthalten, 34 Prozent der produzierten Güter von mikroelektronischen Schaltkreisen gesteuert werden.

Vorprogrammiert ist dieser Wandel nicht unbedingt, denn ein Viertel aller innovativen englischen Unternehmen beschäftigen keine DV-Spezialisten. lo