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28.08.1998 - 

Bisher keine Komplettpakete verfügbar

Viele Internet-Service-Provider feilen noch an VPN-Angeboten

Einen Service-Provider, der ein vollständiges VPN-Paket liefern kann, wollen die Anwender. IP-basierende VPNs stellen Kunden geschützte private Verbindungen über öffentliche Netze wie das Internet zur Verfügung. Leider ist so ein ISP derzeit nicht in Sicht. Aber große ISPs wie AT&T Worldnet, Worldcom Advanced Networks und GTE Internetworking arbeiten daran, das zu ändern. Einige testen neue Technologien wie das Layer 2 Tunneling Protocol (L2TP), das Point-to-Point Tunneling Protocol (PPTP), Internet Security (IP Sec) und digitale Zertifikate mit ihren Kunden. Die Tests sollen zu einer verbesserten Netz-Performance und Verschlüsselung beitragen.

AT&T Worldnet hatte Ende vergangenen Jahres einen VPN-Service eingeführt, der TCP-Tunneling unterstützt. Dieses Verfahren belädt die IP-Pakete mit einem größeren Overhead als das populärere PPTP. Als ersten Schritt zur Verbesserung plant das Unternehmen den Einsatz von L2TP.

L2TP unterstützt Multiprotokoll-Verkehr

Dieses Protokoll kombiniert Technologien von PPTP und dem Cisco-eigenen Protokoll Layer 2 Forwarding (L2F). Einer der Vorteile von L2TP ist die Unterstützung von Multiprotokoll-Datenverkehr. IP Sec wird bei AT&T auch getestet, bis zum Einsatz dürfte Firmenangaben zufolge aber noch einige Zeit ins Land gehen.

Andere ISPs wollen im kommenden Jahr digitale Zertifikate unterstützen, warten aber noch auf die Verfügbarkeit der Active-Directory-Plattformen von Microsoft und Cisco. Die Angebote mögen noch nicht den Stand erreicht haben, den Anwender sich wünschen, immerhin gibt es zumindest formale Offerten. GTE Internetworking, einer der größten ISPs für Geschäftskunden, steht noch vor der Einführung eines VPN-Dienstes. Das wird sich voraussichtlich Ende des Jahres ändern. Im Augenblick testet das Unternehmen Hardware zur Verschlüsselung von Daten.

Cisco macht IOS VPN-fähig

Zu den Herstellern, die neue VPN-Produkte auf den Markt bringen und die Entwicklung damit antreiben, gehören Cisco und Data Fellows. Cisco will Tunneling-Technologie in das "Internetworking Operating System" (IOS) integrieren. IOS soll IP Sec und L2TP unterstützen. Nach Meinung von Analysten könnte die große installierte Basis an Cisco-Equipment und IOS-Software dem VPN-Markt einen Schub verleihen.

Außerdem vertreibt die Computerlinks AG aus München die Software "F-Secure VPN+" von Data Fellows, mit der sich den Angaben zufolge sowohl große, unternehmensweite als auch kleine, nur aus zwei PCs bestehende VPNs aufbauen lassen. Die Produktfamilie setzt sich aus Client und Server sowie einem Gateway und einem Enterprise Gateway zusammen. F-Secure VPN+ unterstützt den IP-Sec-Standard und kann Datenverkehr nach den Methoden Triple DES (168 Bit), DES (56 Bit), Blowfish (40 bis 446 Bit) oder Cast128 (40 bis 128 Bit) verschlüsseln.